336.000 Besucher sahen Ausstellung „Das schönste Museum der Welt“.
Große Sammlungsrekonstruktion erfolgreich beendet.
Die Ausstellung „Das schönste Museum der Welt“ – Museum Folkwang bis 1933 endete am Sonntag Abend mit rund 336.000 Besuchern und 5.400 Führungen. Sie ist damit eine der erfolgreichsten Sammlungspräsentationen der deutschen Museumsgeschichte und ein Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahrs RUHR.2010. An den letzten beiden Wochenenden bildeten sich lange Schlangen vor dem Museum, um die Rekonstruktion der Folkwang-Sammlung mit Leihgaben aus der ganzen Welt zu sehen. Zahlreiche Besucher nutzten auch die verlängerten Öffnungszeiten bis 24 Uhr.
Hartwig Fischer, Direktor des Museum Folkwang: „Für uns alle war diese Ausstellung ein besonderes Erlebnis. Sie hat unsere Arbeit im Museum Folkwang entscheidend bereichert. Das neue Museum Folkwang, das wir Dank der Krupp-Stiftung realisieren konnten, wird insbesondere auch durch diese Ausstellung wieder als ein zentraler Ort der Identifikation und der internationalen Ausstrahlung verstanden. Die Präsentation im Neubau war nach der kurzen Bauzeit ein durchgeplantes Wagnis. Mein Dank gilt dem Kurator Prof. Uwe M. Schneede und den Mitarbeitern im Museum Folkwang für die ausgezeichnete Arbeit sowie unserem langjährigen Partner, E.ON Ruhrgas, für die Unterstützung, die diesen Erfolg ermöglicht hat. Wir hoffen, dass der Titel der Ausstellung in den Augen der Besucher auch weiterhin für unser Museum gültig bleibt.“
Bernhard Reutersberg, Vorstandsvorsitzender E.ON Ruhrgas, resümiert: „Wir freuen uns, dass so viele Menschen die Gelegenheit wahrgenommen haben, diese einzigartige Ausstellung zu besuchen. Das Museum Folkwang ist mit dem Erfolg ein Vorbild für alle Kulturinstitutionen des Ruhrgebiets, die im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 mit ihrer gesamten Energie bundesweit und international für kulturelle Aufmerksamkeit auf hohem Niveau sorgen. Die Ausstellung Bilder einer Metropole. Die Impressionisten in Paris setzt ab 2. Oktober ein weiteres Highlight, auf das man sich jetzt schon freuen darf.“
Insgesamt organisierte das Museum über 5.400 Führungen für ca. 90.000 Besucher, darunter rund 400 Ausstellungsgespräche und Workshops für Schulklassen. Die Führungen wurden in den Sprachen Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch und Polnisch gegeben. Das Vermittlungsprogramm für Kinder und Familien mit Workshops, Kinderführungen und Familientagen begeisterte ebenfalls ein breites Publikum. Das angebotene Online-Ticket, das bevorzugten Eintritt in die Ausstellung gewährte, wurde von rund 10.000 Personen gebucht, eine erhebliche Steigerung zu vorherigen Sonderausstellungen im Museum Folkwang. Das in Kooperation mit dem VRR angebotene RUHR.2010 Ticket nutzten rund 750 Besucher. 1750 Journalisten aus aller Welt besuchten und berichteten über die Ausstellung.
Besucherstärkster Monat war der Mai. Der Tagesrekord wurde am Samstag, 24. Juli, dem vorletzten Ausstellungstag verzeichnet, als über 5.000 Besucher in die Ausstellung kamen. Ein Großteil der Besucher kam gleich zu Beginn eines Tages zwischen 10 und 12 Uhr – die Abendstunden dürften daher weiterhin als Geheimtipp für einen Besuch gelten. Auch der Ausstellungsshop kann gute Ergebnisse vorweisen: Die Besucher kauften über 23.000 Kataloge und Essaybände zur Ausstellung, ca. 100.000 Bildkarten und 10.000 Plakate.
Mehr als 1.400 Werke so genannter „entarteter“ Kunst beschlagnahmten die Nationalsozialisten 1937 und unterbrachen so brutal die fortschrittliche Ankaufs- und Ausstellungspolitik des Museums. Die meisten beschlagnahmten Werke wurden später verkauft und zählen zu den Höhepunkten der privaten und öffentlichen Sammlungen, denen sie heute gehören. Diese Meisterwerke kehrten für die Dauer von vier Monaten aus Amerika, Asien und Europa nach Essen zurück, darunter Werke von Chagall, Kandinsky, Kirchner, Marc und Beckmann. Zugleich brachte die Ausstellung einen alten Schatz des Museums wieder ans Licht: Werke der alten und außereuropäischen Kunst, die lange in den Depots des Museums lagerten, wurden erstmals wieder präsentiert. Insgesamt umfasste die Ausstellung 350 Werke: Gemälde und Skulpturen der Moderne, ausgewählte Arbeiten auf Papier, sowie Objekte der alten und außereuropäischen Kunst.
Die Ausstellung wurde in bewährter Partnerschaft mit E.ON Ruhrgas realisiert, die als Sponsor seit 25 Jahren große, erfolgreiche Sonderausstellungen im Museum Folkwang ermöglicht hat.
Informationen zur Ausstellung Bilder einer Metropole. Die Impressionisten in Paris
2. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011
Öffnungszeiten: Di-So 10-20 Uhr, Fr 10-22.30 Uhr, montags geschlossen
Eintrittspreise (inkl. Sammlung): Di-Fr 10 Euro, Sa/So und an Feiertagen 12 Euro, ermäßigt 7 Euro, Schulklassen 15 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei
Buchung von Gruppenführungen unter T +49 201 88 45 444 oder info@museum-folkwang.essen.de
Weitere Informationen unter www.bildereinermetropole.de oder www.museum-folkwang.de
Medienmitteilung
Museum Folkwang
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