Albertina Ausstellungsprogramm 2010 - 2011
Markus Lüpertz
Eröffnung (geplant): 19.01. 2010
Dauer (geplant): 20.01. - 25.4. 2010
Andy Warhol. Cars
Robert Longo und Sylvie Fleury, Werke aus der Daimler Kunst Sammlung
Eröffnung (geplant): 21.1. 2010
Dauer (geplant): 22.1. - 16.5. 2010
Die letze Serie an Werken, die Andy Warhol kurz vor seinem Tod geschaffen hat, entstand infolge eines monumentalen Auftrags von Daimler: Der vierzig, zum Teil großflächigen Arbeiten umfassende Werkkomplex stellt einen der Höhepunkte dieses wichtigen Vertreters der Pop Art dar.
Grelle Ansichten werden auf die Geschichte des Autos geboten, von den ersten Automobilen um 1900 bis hin zu den modernsten Rennwägen. Die Serie von Andy Warhol wird ergänzt durch großflächige Arbeiten von Robert Longo sowie eine fünf Meter große Videoinstallation von Sylvie Fleury, ein erotisches Ballett über den Produktionsprozess eines Autos.
Im Auftrag des Kaisers. Jakob und Rudolf von Alt
Eröffnung: 11.2.2010
Dauer: 12.2. - 24.5.2010
Es waren die besten Aquarellisten, die von Erzherzog Ferdinand (ab 1835 Kaiser Ferdinand I.) den Auftrag erhielten, ein „Bilderbuch” von den schönsten Gegenden und wichtigsten Orten der österreichischen Monarchie und der angrenzenden Länder zu liefern. Ferdinands erste Aufträge dafür erfolgten 1833, die letzten Aquarelle entstanden im Revolutionsjahr 1848, in dem Kaiser Ferdinand abdanken musste. Von den über 300 großformatigen und bildhaft ausgeführten Aquarellansichten verwahrt die Albertina 226 Werke. Die wichtigsten Beiträge zu diesem Panorama aus der Blütezeit der österreichischen Aquarellmalerei lieferten Jakob und Rudolf von Alt.
Max Weiler
Eröffnung (geplant): 6.5. 2010
Dauer (geplant): 7.5. - 25.7. 2010
Alex Katz. Prints
Eröffnung (geplant): 27.5. 2010
Dauer (geplant): 28.05. - 3.10.2010
Lange Zeit galt Katz als der letzte noch lebende Maler der American Pop Art. In den 90-er Jahren wird durch seine Malerei das Cool Painting geprägt, analog zum Cool Jazz malt Katz das „coole” Leben, wie es als Wunschbild und Fantasie in der Gesellschaft immer schon verankert war. Auch die Seriegrafie spielt in seinem Schaffen seit jeher eine zentrale Rolle.
Katz hat seine gesamte druckgrafische Produktion der letzen 50 Jahre der Albertina übergeben, wo im Rahmen der Ausstellung die bedeutendsten Arbeiten präsentiert werden.
Heinrich Kühn: Die vollkommene Fotografie (Arbeitstitel)
Eröffnung: 08.06.2010
Dauer: 09.06. – 19.08. 2010
Das fotografische Bild als Möglichkeit, eine künstlerische Vision ebenso präzise und kreativ zu realisieren wie in Malerei oder Zeichnung: Das war das lebenslange Ziel Heinrich Kühns, einer zentralen Gründergestalt der internationalen Kunstfotografie um 1900. Durch ihn und seine Freunde wurde das stilisierte Lichtbild ebenso Teil der Gesamtkunstwerksbestrebungen der Sezessionisten wie Raumkunst, Kleidung oder Gebrauchsgraphik. Wichtigstes Instrument dafür war der sogenannte „Gummidruck“, mit dem man aus einem fotografischen Negativ einen Druck erzeugen konnte, der durch die völlig freie Wahl von Papier und Pigment eher einer Kohlezeichnung oder einer Radierung glich als einer konventionellen Fotografie. Damit ließen sich die Helligkeitskontraste gezielt Kühns Bildvorstellungen anpassen und die als „unkünstlerisch“ abgelehnte Bildschärfe nach Belieben auflösen.
Gegen 1910 reduzierte Kühn den romantischen Kosmos des „Piktorialismus“ auf wenige Themen, bis fast abstrakte Kompositionen von zeitloser Ausgewogenheit entstanden. 1907 -1913 schuf Heinrich Kühn Farbbilder im Autochromverfahren, die vor allem dem impressionistischen Traum des Festhaltens atmosphärischer Stimmungen gewidmet waren, in ihrer unkonventionellen Komposition aber bereits fotografische Innovationen der nächsten Generation vorwegnehmen.
Walton Ford
Eröffnung (geplant): 5.8.2010
Dauer (geplant): 6.8. - 21.11. 2010
Walton Ford ist eine der wichtigsten Entdeckungen der letzten Jahre. Ford malt großflächige Aquarelle von Tieren nach Vorlagen von Stichen des 17. Jahrhunderts. Den Sujets fügt er oft bizarre und komische Details hinzu, die das vertraute Tier in seiner Umwelt zu einem „Wesen von einem anderen Stern” machen. Vierzig monumentale Arbeiten werden gezeigt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Nationalgalerie Berlin.
Picasso: Peace and Freedom
Eröffnung (geplant): 16.09.2010
Dauer (geplant): 17.09. 2010 – 25.01.2011
1944 wird Picasso Mitglied der kommunistischen Partei Frankreichs. Obwohl er bis zu seinem Lebensende der Kopf dieser bleibt, ist sein politisches Denken von seinem Wunsch nach Friede und Freiheit geprägt. In diesen Jahren malt, zeichnet und lithographiert er die berühmte weiße Taube. Sie wird zur globalen Symbolfigur für Frieden und eine Menschheit, die nicht nur zwei Weltkriege hinter sich hat, sondern auch mit dem Koreakrieg und dem Vietnamkrieg vor weiteren Katastrophen steht. 50 Gemälde und 100 Zeichnungen sowie viele Dokumente beleuchten den politischen Picasso und erzählen eines der bislang vernachlässigten und dennoch wichtigen Kapitel im Leben dieses großen Künstlers.
Die Ausstellung wurde von der Tate Liverpool kuratiert und ist eine Kooperation mit der Albertina.
Michelangelo
Eröffnung: 07.10.2010
Dauer: 08.10.2010 - 09.01.2011
Rund 100 der schönsten Zeichnungen Michelangelos werden in einer Schwerpunktausstellung im Herbst/Winter 2010 in der Albertina zu sehen sein. Mit den kostenbaren Blättern der Grafischen Sammlung der Albertina und bedeutenden Leihgaben aus europäischen und amerikanischen Museen, gibt die Präsentation einen umfassenden Überblick über das gesamte Schaffen des großen Florentiners und macht den Werdegang sowie die faszinierende stilistische Entwicklung Michelangelos eindrucksvoll nachvollziehbar.
William Kentridge
Eröffnung: 28.10. 2010
Dauer: 29.10. 2010 - 07.02.2011
Diese Schau ist zur Gänze dem südafrikanischen Künstler William Kentridge gewidmet.
Sammlung Forberg
Eröffnung (geplant): 2.12.2010
Dauer (geplant): 3.12. - 13.13.2011
2011
Maximilian. Kaiser Maximilian. Der letzte Ritter
Eröffnung (geplant): 24.02.2011
Dauer (geplant): 25.02. – 26.06.2011
Viele der bedeutendsten Werke, die für die Propaganda Maximilians I. entstanden, werden in der Albertina verwahrt. Dazu gehören Werke Albrecht Dürers, aber auch das ideengeschichtlich aufwendigste Unternehmen für die „Memoria“ des Kaisers, der Triumphzug. Im Mittelpunkt stehen hier die kostbaren und farbenprächtigen Deckfarbenbilder auf Pergament von Albrecht Altdorfer und seiner Regensburger Werkstatt, die in ihrer Gesamtheit einen Bilderrapport von ca. 45 Metern ergeben. Kaiser Maximilian I. wird seit dem 19. Jahrhundert als „Letzter Ritter“ bezeichnet, obwohl er am Anfang einer europaweiten Renaissance des Rittertums stand, das sich in immer prächtigeren Turnieren und Rüstungen darstellte. Die Schwerpunktausstellung der Albertina präsentiert, neben vielen anderen Themenkreisen, auch diesen glanzvollen Aspekt der Kunst der Zeit Maximilians mit Beispielen aus der eigenen Sammlung, bereichert durch wichtige Leihgaben internationaler Museen.
Stichwörter / Tags: Albertina, Ausstellungsprogramm, Österreich, Wien
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