Artist Talk mit Don McCullin und Jonas Bendiksen
C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, lädt herzlich ein zum Artist Talk mit Don McCullin und Jonas Bendiksen am Samstag, den 12. Dezember 2009, um 16 Uhr im Postfuhramt in der Oranienburger Straße 35/36, 10117 Berlin.
Armut, Krankheit und Gewalt – sowohl der Brite Don McCullin als auch der Norweger Jonas Bendiksen dokumentieren mit ihren Fotografien soziale Missstände weltweit und geben den Schwachen der Gesellschaft ein Gesicht sowie die Hoffnung auf Wandel und Humanität.
Anlässlich ihrer aktuellen Ausstellungen stellt C/O Berlin die beiden Krisen-Fotografen im Gespräch vor. Wie wirksam ist ihr Engagement? Gibt es Ähnlichkeiten oder Unterschiede in ihren Arbeitsweisen? Im Artist Talk geben die beiden Fotografen aus unterschiedlichen Generationen Einblicke in ihre Arbeit, in persönliche Erfahrungen und Ansichten.
Fünf Jahrzehnte lang hat Don McCullin als Fotojournalist ökologische und vom Menschen verursachte Katastrophen wie städtische Unruhen, soziale Missstände, Kriege und Epidemien mit unerträglich klaren und bewegenden Bildern dokumentiert. Für seine Arbeit in Kriegsgebieten hat Don McCullin einen hohen persönlichen Preis gezahlt. Er wurde süchtig nach Leben in Extremen und nach neuen Bildern. In den letzten 25 Jahren wandte sich Don McCullin neuen Themen zu – die britische Gesellschaft und deren Alltag, Pilgerstätten am Ufer des Ganges oder Spuren des Römischen Reichs. Heute zeugen ruhige Stillleben und Landschaftsaufnahmen von der Erfahrung dessen, der ein Leben lang die dunkle Seite der Menschheit dokumentiert hat. Don McCullin (geb. 1935 in London) wurde vielfach ausgezeichnet und seine Arbeit in zahlreichen Büchern publiziert und Ausstellungen gezeigt.
Zwischen 2005 und 2007 hat Jonas Bendiksen die Menschen in den Slums von Nairobi, Jakarta, Caracas und Mumbai fotografiert und ihre Lebensgeschichten aufgezeichnet. Mit seinen einzigartigen Nahaufnahmen bricht der norwegische Magnum-Fotograf (geb. 1977 in Oslo) mit den stereotypen Bildern von Slums und deren Bewohnern. Er zeigt nicht nur Armut, Müll, Hunger, Krankheit und Gewalt, sondern auch Zeichen der Hoffnung – liebevoll dekorierte Hütten, gastfreundliche Menschen, Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt. Jonas Bendiksen hat die Familienmitglieder sitzend oder stehend vor ihren vier Wänden fotografiert. In der Ausstellung „The Places We Live“ werden diese vier Bilder so an die Wände eines Raumes von zwei qm projiziert, dass eine 360°-Ansicht vom Wohnraum im Originalgrundriss entsteht. Für jede der vier Städte gibt es einen Raum mit alle paar Minuten wechselnden Bildern. Die Panorama-Aufnahmen werden von den gesprochenen Lebensgeschichten der einzelnen Bewohner begleitet.
C/O Berlin präsentiert die Arbeiten von Don McCullin und Jonas Bendiksen erstmals und als einzige Station in Deutschland.
Termin
12. Dezember 2009 . 16 Uhr
Eintritt
12 Euro . ermäßigt 9 Euro
Ausstellungen
Don McCullin . The Impossible Peace
Jonas Bendiksen . The Places We Live
Laufzeit
12. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010
Eröffnung
Freitag, 11. Dezember 2009 . 19 Uhr
Öffnungszeiten
täglich . 11 bis 20 Uhr
Eintritt
8 Euro . ermäßigt 5 Euro
Veranstalter
C/O Berlin
International Forum For Visual Dialogues
Ort
C/O Berlin . Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36
10117 Berlin
Pressekontakt
Mirko Nowak . Telefon 030.28 09 19 25
presse@co-berlin.com . www.co-berlin.com
Stichwörter / Tags: Berlin, C|O Berlin, Don McCullin, Jonas Bendiksen
Die Nutzung der Kommentierungsfunktion ist als Gast ohne Registrierung möglich. Nach Eingabe eines Nutzernamens und einer E-Mail-Adresse können Sie einen Kommentar hinterlassen.
Alternativ können Sie sich bei Disqus registrieren oder sich über Ihre Facebook-, Twitter-, Google-, Yahoo- oder OpenID-Accounts anmelden. blog comments powered by Disqus