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wechselausstellungen.de | 21. Mai 2010

Ausstellungskalender 2010 | 2011 Pinakotheken München

Pinakothek der Moderne
20.04.-15.08.2010
NEO RAUCH - BEGLEITER
Gleichzeitig im Museum der bildenden Künste Leipzig und in der Pinakothek der Moderne, München

Neo Rauch (*1960 in Leipzig) zählt zu den außergewöhnlichsten und am meisten diskutierten internationalen Künstlern unserer Zeit. Sein unverwechselbares Werk führt die Geschichte der gegenständlichen Malerei im 20. Jahrhundert, die mit Beckmann, Bacon und Baselitz zentrale Orientierungsfiguren gefunden hat, in die Gegenwart fort. Die Retrospektive, die gleichzeitig in Leipzig und München gezeigt wird, stellt Rauchs Gesamtœuvre umfassend vor. An Film- oder Propaganda-Malerei erinnern frühere, zumeist großformatige Gemälde, auf denen sich seltsame Vorgänge zu ereignen scheinen. Die Protagonisten hantieren mit schwer identifizierbaren Gerätschaften, konstruieren Räume, vermessen Landschaften.
Rund 120 Gemälde an beiden Orten erlauben einen umfassenden Blick auf die vielschichtige Werkentwicklung des Künstlers. Ausgestellt sind u. a. auch ältere Werke aus Privatbesitz und Übersee, die noch nie in Ausstellungen zu sehen waren, sowie Arbeiten der vergangenen fünf Jahre.
Beide Orte der Ausstellung »Neo Rauch — Begleiter« werden unterschiedlich strukturiert sein und jeweils eigene thematische Fragestellungen verfolgen.
Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig, und der Pinakothek der Moderne, München.

Pinakothek der Moderne
22.04.-20.06.2010
VON KAPSTADT NACH BRASILIA
Neue Stadien der Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Bis heute hat das Hamburger Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) elf Sportstätten rund um den Globus errichtet. Drei weitere werden gerade für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika fertiggestellt. Außerdem sind neue Stadien von gmp für die Commonwealth Games in Indien, für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine sowie für die WM 2014 in Brasilien in Vorbereitung.
Die Ausstellung präsentiert und erläutert mit Modellen, Filmen, Fotos und Plänen zwölf neue Stadienkonzepte – vom Green Point Stadion in Kapstadt bis zum Nationalstadion in Brasilia: Meisterwerke des Stadionbaus, die jeweils aus dem spezifischen Ort entwickelt wurden und deren Geometrien ganz besondere Herausforderungen an die Leichtbauweise und Tragwerkskunst stellen.

Pinakothek der Moderne
06.05.-29.08.2010
NORBERT TADEUSZ - ZEICHNUNGEN
Eine Schenkung aus Privatbesitz

Der 1940 geborene Norbert Tadeusz, in den 1960er Jahren Meisterschüler von Joseph Beuys, zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart, die über die Jahrzehnte konsequent an ihrer figürlich-gegenständlichen Bildwelt festhielten. Auch in Tadeusz’s zeichnerischem Werk dominiert im Sujet das Bekannte und Alltägliche, die Präsenz des (überwiegend weiblichen) Körpers in seiner sinnlichen Dimension.
Tadeusz’s gleichsam obsessives Thema ist dessen Ausgesetztsein im Raum, dessen zuweilen an Bacon erinnernde existenzielle Isolation. Diese äußert sich immer wieder in den aberwitzigsten Posen, Schattenverläufen, Verrenkungen und Fragmentierungen in höchst individuellem Kolorit, das Grelles mit morbider, sachlicher Nüchternheit verbindet.
Die Blätter entbehren dabei jeder vordergründigen Virtuosität. Sie beziehen ihre sinnliche Qualität aus einer unmittelbaren Anschaulichkeit, die mit der klaren Auffassung von der Effizienz des Raumes einhergeht.
Aus einer Privatsammlung gelangten als großzügige Schenkung Konvolute von jeweils ca. 100 Arbeiten auf Papier dieses Künstlers an die Staatliche Graphische Sammlung München und an das Dresdner Kupferstichkabinett. Fokussierend auf die 1960er und 1970er Jahre bezeugen sie die Eigenständigkeit sowie die reichen Fassetten seines Schaffens in diesem Medium.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Pinakothek der Moderne
22.05.-19.09.2010
OGGETTI E PROGETTI
ALESSI: STORIA E FUTURO DI UNA FABBRICA DEL DESIGN ITALIANO

Einer der ganz Großen des Designs – Alessandro Mendini (*1931) – kuratiert und gestaltet für Die Neue Sammlung einen Rückblick auf die jüngsten 30 Jahre italienisches Design. Mendini fokussiert seine Ausstellung auf einen Protagonisten der Szene: das Unternehmen Alessi, das sich vom kleinen metallverarbeitenden Betrieb zur weltweit agierenden Ideenfabrik wandelte. Nicht nur mit seinen Produkten, sondern vor allem durch seine stilprägenden Ideen und Aktionen schrieb Alessi europäische Designgeschichte.
Zur Ausstellung erscheint eine Buchpublikation; Gestaltung: Italo Lupi.

Alte Pinakothek
10.06.-05.09.2010
ARNULF RAINER - DER ÜBERMALER
Eine Retrospektive zum 80. Geburtstag des Künstlers in der Alten Pinakothek
Nach der Präsentation der jüngsten Skulpturen Cy Twomblys 2006, widmet die Pinakothek der Moderne erneut eine Ausstellung in der Alten Pinakothek einem großen Gegenwartskünstler, der den Dialog mit der traditionellen Kunst sucht: Anlässlich seines 80. Geburtstags im Dezember 2009 stellt sie eine konzentrierte Werkschau des österreichischen Malers Arnulf Rainer vor, die zentrale, zum Teil noch nie ausgestellte Werke erstmals präsentieren wird.
Rainers Schaffen entfaltet sich seit den 1950er Jahren in dialektischer Spannung zwischen den Polen eines ruhigen, meditativen Farbauftrags und einer körperlich-kraftvollen Expressivität. Der in Rainers Methode des »Übermalens« wirksam werdende und häufig in fast monochrome Bilder mündende Prozess des Zudeckens von Bildflächen steht in Kontrast zu den bewusst in hoher Geschwindigkeit geschaffenen, gestischen und körperbezogenen Werkserien wie den Fingermalereien, den Body- Poses oder den überarbeiteten Portraitfotos der Face Farces.
Zwei große Räume klassischer Prägung in der Alten Pinakothek in München bieten die Möglichkeit, die kontrastierenden Kernprinzipien des Rainerschen Œuvres in ihrer Wechselwirkung und solitären Strahlkraft erlebbar zu machen. Zusätzlich werden in Kabinetten Arbeiten aus dem umfangreichen graphischen Werk sowie jüngere malerische Positionen gezeigt.

Pinakothek der Moderne
15.07.-31.10.2010
GESCHICHTE DER REKONSTRUKTION - KONSTRUKTION DER GESCHICHTE
In der Öffentlichkeit wie in Fachkreisen wird um das Thema »Rekonstruktion« seit Jahren eine heftige, emotional aufgeladene Debatte geführt. Rekonstruiert wurde jedoch seit der Antike – aus verschiedenen Gründen sowie mit wechselndem Verständnis von »Wiederherstellung«.
Ein Blick in die Geschichte könnte helfen, die Probleme und Argumente in einen größeren historischen Kontext einzuordnen und so die Diskussion etwas zu »entemotionalisieren«.
In der Ausstellung des Architekturmuseums werden anhand von circa 150 repräsentativen Fallbeispielen – von Japan bis Kanada und von der griechischen Antike bis heute – verschiedene Beweggründe für die Rekonstruktion verlorener Bauten präsentiert und analysiert. Der Bogen spannt sich von Rekonstruktionen aus Gründen religiöser Kontinuität oder aus nationalen Überlegungen bis hin zu Wiederaufbauten zur Erfüllung ästhetischer oder kommerzieller Wünsche. Mit Modellen, Gemälden, Plänen, Fotos und Animationen wird ein ebenso spannender wie lehrreicher Einblick in ein kontroverses Thema gegeben.
Zur Ausstellung erscheint eine umfassende Publikation.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Denkmalpflege der ETH Zürich.

Pinakothek der Moderne
23.09.-05.12.2010
AL TAYLOR. DAS DRUCKGRAPHISCHE WERK
Nach der großen Retrospektive der Zeichnungen von Al Taylor (1949–1999) zeigt die Staatliche Graphische Sammlung München nunmehr sein gesamtes druckgraphisches Œuvre, das dem Museum als geschlossene Schenkung übergeben wird. Der Katalog wird als Werkverzeichnis fungieren. Taylors Graphik prägt ein den Zeichnungen vergleichbarer experimenteller Geist, der uralte graphische Medien mit neuen schöpferischen Ideen verbindet.

Pinakothek der Moderne
01.10.2010-09.01.2011
DAVID CLAERBOUT - LONG GOODBYE
Zeit ist das zentrale Thema im Œuvre des Belgiers David Claerbout (*1969, lebt und arbeitet in Antwerpen), der zu einem der international bedeutendsten Videokünstler seiner Generation zählt. In seinen bildmächtigen Werken arbeitet er sowohl mit gefundenen, oft historischen Fotografien, die er digital in Bewegung versetzt, als auch mit eigenen Filmaufnahmen.
Es sind unauffällige, nur Bruchteile von Sekunden andauernde Begebenheiten des Alltags, die Claerbout zeitlich entschleunigt und zu eindrucksvollen Parabeln über den Sinn des Lebens und die Vergänglichkeit des Seins verdichtet.
Die Ausstellung, die in enger Kooperation mit David Claerbout erarbeitet wird, zeigt vier zentrale, raumgreifende Werke des Künstlers, neben der 2008 von PIN. für die Sammlung Moderne Kunst erworbenen Videoinstallation »Long Goodbye« (2007) die frühe Arbeit »Kindergarten Antonio Sant´Elia« (1998) sowie zwei erst kürzlich fertig gestellte, in Deutschland bisher noch nicht gezeigte Filminstallationen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch (englisch/deutsch).

Pinakothek der Moderne
02.12.2010-20.02.2011
DOKUMENTARFILM IM 21. JAHRHUNDERT
Eine gemeinsame Ausstellung der Pinakothek der Moderne, München, und der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), München

Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) erhält einen Neubau im Kunstareal, in unmittelbarer Nähe zur Pinakothek der Moderne. Die neue Nachbarschaft ist Anlass für ein Ausstellungsprojekt, in deren Zentrum der Dokumentarfilm steht. Durch das allgemein gestiegene Medienbewusstsein kommt dieser filmischen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit heute wachsende Bedeutung zu. Sie korrespondiert mit einem verstärkten Interesse an dokumentarischen Strategien auch in der bildenden Kunst.
Die erste Museumsausstellung über den Dokumentarfilm ist eine multiperspektivische, polyphone Annäherung an diese Gattung und stellt deren aktuellste Strömungen ins Zentrum. Rund 100 Filme, entstanden in den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts, zeigen Entwicklung und Bandbreite einer Gattung auf, mit der die Hochschule für Fernsehen und Film höchstes Renommee erlangt hat und bis heute weltweit auf sich aufmerksam macht.
Die ausgewählten Filme internationaler junger Regisseure geben Einblick in das gegenwärtige Verständnis dokumentarischer Realitätsaneignung. Sie machen das permanente Abenteuer erlebbar, das die Produktion eines Dokumentarfilms darstellt.
Begleitveranstaltungen erweitern den historischen Blickwinkel: Wo liegen die Wurzeln des Dokumentarfilms? Wer sind die Pioniere, wer die Protagonisten in einer mittlerweile fast 120jährigen Geschichte? International bekannte Dokumentarfilmregisseure werden exemplarisch vorgestellt und ihre Positionen und Themen diskutiert.

Pinakothek der Moderne
08.12.2010-06.3.2011
WANDEL HOEFER LORCH & HIRSCH
Die Architekten Wandel Hoefer Lorch & Hirsch (Saarbrücken/ Frankfurt) setzen sich in ihren Bauten in besonderer Weise mit politisch und historisch umstrittenen Orten auseinander. Ob im Kontext des rekonstruktionssüchtigen Dresden, des prekären Idylls eines ehemaligen Lagers für politische Gefangene im Hunsrück oder der geopolitischen Tektonik der georgischen Hauptstadt Tiflis - Wandel Hoefer Lorch & Hirsch verfolgen einen Ansatz, der nicht auf einer vorgefertigten Architektursprache beruht, sondern durch eine intensive Suche nach spezifischen räumlichen Ansätzen und Materialstrategien geprägt ist. Mit zahlreichen Zeichnungen und Modellen zu Projekten wie der Synagoge Dresden (2001), dem Dokumentationshaus Hinzert (2006), dem Jüdischen Zentrum Jakobsplatz (2007) und dem Highbrid Highrise in Tiflis (2010) zeigt die Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das Werk der Architekten.

Pinakothek der Moderne
16.12.2010-06.03.2011
JOSEF ALBERS. FARBIGE ARBEITEN AUF PAPIER
Die Ausstellung zeigt erstmals die farbigen Papierarbeiten des Künstlers, vornehmlich aus dem Umkreis seines Hauptwerks »Homage to the Square«. Die hier weitgehend erstmals vorgestellten Arbeiten überraschen durch ihre Spontaneität, ihre suchende Offenheit und ihre außerordentliche farbige Delikatesse. Albers hat das Leben der Farben wie kaum ein zweiter studiert. Vor allem in seinen Papierarbeiten wird sinnlich erfahrbar, wie der Künstler über die Verdichtung der Farbe zu einer vollkommenen Osmose von Fläche und Raum gelangte.
Anschließend: Albers Museum Quadrat Bottrop, Kupferstichkabinett Basel, Musée de la Ville de Paris, Gulbenkian Foundation, Lissabon, The Morgan Library and Museum, New York.

Medienmitteilung
Pinakotheken im Kunstareal

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