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wechselausstellungen.de | 3. Februar 2010

Ausstellungstournee gestartet: Meisterwerke des Städel Museums ab 5. Februar 2010 zu Gast in der Fondation de l’Hermitage in Lausanne

Im Zuge der Errichtung des Erweiterungsbaus des Städel Museums und der damit einhergehenden Umbau- und Sanierungsarbeiten am Altbau ergreift das Städel die Chance, Werke seiner Sammlung in Form von zwei Ausstellungstourneen einem breiten internationalen Publikum vorzustellen. Den Beginn macht die Ausstellung „100 Meisterwerke aus dem Städel Museum“, die vom 5. Februar bis 24. Mai 2010 in der Fondation de l´Hermitage in Lausanne zu sehen sein wird. Mit zahlreichen Meisterwerken des 19. und 20. Jahrhunderts macht die Ausstellung nicht nur die Sammlung des Städel Museums bekannt, sondern bietet den Besuchern mit einem besonderen Augenmerk auf die deutschen und französischen Schulen einen hochkarätigen Überblick über die wichtigsten Kunstströmungen von der Romantik bis zum Expressionismus.

Das Spektrum der Arbeiten aus dem Sammlungsbereich des 19. Jahrhunderts reicht von Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins „Goethe in der römischen Campagna“ über Camille Corots und Gustave Courbets Landschaftsdarstellungen bis hin zu dem in seiner Qualität außergewöhnlichen Ensemble impressionistischer und symbolistischer Gemälde. Die Arbeiten von Edgar Degas, Édouard Manet, Claude Monet und Pierre- Auguste Renoir zählen zu den Ikonen des französischen Impressionismus. In Deutschland beeinflusste diese Bewegung Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt, die ebenso mit zentralen Werken vertreten sind. Anders als in Frankreich war in Deutschland die Abgrenzung zwischen Realismus, Symbolismus und Impressionismus weniger scharf. Von Künstlern wie Gustave Moreau, Franz von Stuck oder Odilon Redon, die eindeutig dem Symbolismus zuzurechnen sind, befinden sich ebenfalls wichtige Gemälde in der Ausstellung. Zu den Höhepunkten aus dem 20. Jahrhundert zählen Franz Marcs „Liegender Hund im Schnee“, Pablo Picassos „Fernande Olivier“ sowie die expressionistischen Gemälde der „Brücke“-Künstler. Eindrucksvoll vertreten sind außerdem die Künstlergruppe des „Blauen Reiters“ sowie das Bauhaus mit Lyonel Feininger und mehreren Werken von Paul Klee. Den Abschluss bildet ein aus zehn Gemälden und einer Skulptur bestehendes Konvolut von Arbeiten Max Beckmanns, das in seiner Qualität einmalig ist und das Städel als geschlossenes Ensemble nun erstmals verlässt. Zur Ausstellung in Lausanne erscheint ein Katalog in französischer Sprache mit einem Vorwort von Max Hollein und Juliane Cosandier sowie einem Text von Felix Krämer.
Die weiteren Stationen der Ausstellungstournee sind die National Gallery of Victoria, Melbourne (19. Juni bis 10. Oktober 2010) und das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, Wellington (5. November 2010 bis 27. Februar 2011).

Eine zweite Ausstellungstournee – „Das Goldene Zeitalter. Holländische und flämische Meisterwerke aus dem Städel Museum“ – bringt ab Oktober 2010 hochrangige Werke der holländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts nach Bilbao und Tokyo.

Medienmitteilung
Städel Museum



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