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wechselausstellungen.de | 26. Januar 2012

„Edvard Munch. Der moderne Blick“ - Ab 9. Februar in der Schirn

Am vergangenen Montag schloss die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ im Centre Pompidou – Musée national d’art moderne in Paris mit einem sensationellen Besuchererfolg ihre Pforten. Mit insgesamt 486.888 Besuchern lockte die Schau vom 21. September 2011 bis 23. Januar 2012 durchschnittlich 4.508 Besucher pro Tag an und behauptet sich nun auf Platz sechs der besucherstärksten Ausstellungen in der Geschichte des Hauses. Ab dem 9. Februar 2012 ist die vom Centre Pompidou und dem Munch-Museum in Oslo in Zusammenarbeit mit der Schirn Kunsthalle organisierte Ausstellung in Frankfurt zu sehen. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, kann bereits jetzt auf der Internetseite www.munch-in-frankfurt.de oder an der Kasse der Schirn Karten für die Ausstellung erwerben. Besucher, die mit der Bahn anreisen, können das Kultur-Ticket-Spezial der Deutschen Bahn nutzen und so vergünstigt nach Frankfurt reisen.

Edvard Munch (1863–1944) wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die Ausstellung in der Schirn bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen: Edvard Munch war ganz und gar modern – so die These dieser rund 130 Werke umfassenden Schau. „Edvard Munch. Der moderne Blick“ stellt das wenig erforschte Spätwerk bis 1944 in den Vordergrund und beweist, dass Munch nicht nur ein Künstler des 19. Jahrhunderts, sondern ebenso des 20. Jahrhunderts war. Im Zentrum wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder der intimen Theaterbühne stehen. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier sind zwei Kapitel Munchs eigener fotografischer und filmischer Produktion gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in Originalabzügen sowie vier Filme Munchs. Ein weiterer Aspekt der Ausstellung führt vor Augen, wie der Künstler ein und dasselbe Sujet in Zeichnungen, in der Fotografie, der Malerei, der Grafik und sogar der Bildhauerei verarbeitet hat. Die häufige Wiederaufnahme von Motiven ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Munchs Werk.

Schirn Kunsthalle Frankfurt

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