ENSEMBLE PROXIMA CENTAURI AUS BORDEAUX zu Gast bei „klangpol“
Live-Elektronik, Musiktheater und Performance in der Weserburg
Mittwoch, 30. September 2009 um 20 Uhr
Mit einem Konzert des Ensemble Proxima Centauri setzen oh ton und das Oldenburgische Staatstheater die im Juni begonnene Konzertreihe „im dialog“ fort. Am Mittwoch, den 30.09.2009 gastiert das Ensemble Proxima Centauri in der Weserburg in den Räumen der aktuellen Penck-Ausstellung. Als „REM-special“ wurde für dieses Konzert ein weiterer Bremer Partner in das klangpol-Projekt eingebunden.
Die Vielfalt aktueller Musik präsentiert das fünfköpfige Ensemble aus Bordeaux in der außergewöhnlichen Besetzung mit Stimme, Saxophon, Flöte, Percussion und Elektronik. Die Zugehörigkeit eines „Elektronikers“ als festes Mitglied im Ensemble ist den Musikern genau so selbstverständlich, wie die Erweiterung der Musik um andere künstlerische Sparten. Das Ensemble zählt in Frankreich zu den wichtigen Interpreten Neuer Musik, wird von staatlichen Einrichtungen gefördert, spielt weltweit Konzerte und arbeitet regelmäßig mit Komponisten verschiedener Länder.
Das Programm des Ensemble Proxima Centauri mit dem Titel “DU GESTE à L’OBJET…” (Von der Geste zum Gegenstand…) umkreist das Thema mit Werken, die zwischen Musiktheater, Performance oder Ritual stehen und auf unterschiedliche Weise Elektronik mit einbeziehen. Die Uraufführung von Christophe Havel steht wie ein Scharnier dazwischen. Die Komposition basiert auf Klängen, die den zufällig im Raum gefundenen Gegenständen von zwei Musikern entlockt werden. Die Klänge von Türen, Stühlen oder Fußboden werden gleichzeitig elektronisch bearbeitet und verstärkt.
Auf dem Programm des französischen Ensembles stehen auch „Klassiker“ der Neuen Musik: Georges Aperghis steht für eine bestimmte Form von Musiktheater, die den Raum zwischen Sprache, Schauspiel und Instrumentalspiel ausleuchtet. Die „Sieben Krimis der Liebe“ sind aber in aller Abstraktion ein besonders humorvolles und sinnliches Stück. „Die Interpretation unserer Gäste ist mehr als gelungen“ meint Eckart Beinke, künstlerischer Leiter des gastgebenden oh ton-Ensemble. Ebenfalls stark mit dem Auge zu erleben ist die Tischmusik (Musique de Table) von Thiery de Mey, bei der die Musiker nach Partitur bestimmte Bewegungen auf Tischen herstellen, die zu unterschiedlichen Geräuschen, Gesten und Bildern führen. Mit einem Stück für Sopran und Sopranino-Saxophon wird eine Arbeit des in der Region lebenden Komponisten Hans-Joachim Hespos zu hören sein. Hespos geht, wie der Komponist Christophe Havel, gemeinsam mit den Musikern von Proxima Centauri auch in Schulen, um jungen Menschen die „klingende Kunst der Gegenwart“ nahe zu bringen. Diese Schulbesuche gehören als fester Bestandteil zum Projekt und sind ein zentrales Anliegen von klangpol.
Das Bremer Konzert findet in Kooperation mit REM - Reihe elektronischer Musik, der Weserburg und mit Unterstützung des Institut Français Bremen statt.
Künstlerisch gestaltet und verantwortet wird die Reihe „im dialog” von oh ton in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater, dem Träger von klangpol.
klangpol ist eines von 15 regionalen Netzwerkprojekten zur Vermittlung Neuer Musik, die aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes durch das Netzwerk Neue Musik gefördert werden.
„im dialog” wird zusätzlich von der Metropolregion Bremen-Oldenburg gefördert.
Kartenreservierungen sind online über www.ohton.de möglich oder telefonisch unter 0441-776 736.
Veranstalter: Staatstheater Oldenburg in Kooperation mit oh ton e.V. im Rahmen von klangpol.
weitere Informationen: www.klangpol.de / www.ohton.de
Veranstaltungsort: Weserburg | Museum für moderne Kunst, Teerhof 20, 28199 Bremen
klangpol
Oldenburgisches Staatstheater
Projektleitung: Michael Hagemeister
Theaterwall 28
26122 Oldenburg
T: +49 (0)441 2225-198
klangpol@staatstheater-ol.niedersachsen.de
www.klangpol.de
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