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wechselausstellungen.de | 2. Dezember 2008

Finanzierung des Erweiterungsbaus gesichert. Kunsthalle schließt am 8. Dezember für voraussichtlich zwei Jahre

Mit der Entscheidung über die Finanzierung ist der Startschuss für die Erweiterung und Modernisierung der Kunsthalle gefallen. Bereits am 7. Dezember öffnet das Museum vorerst zum letzten Mal seine Tore für die Öffentlichkeit, um in den kommenden zwei Jahren den Entwurf der Berliner Architekten Hufnagel Pütz Rafaelian umzusetzen. Für Mitglieder des Kunstvereins und Kunstinteressierte gibt es weiter weiterhin ein interessantes Veranstaltungsangebot.

Dreiteilung der Kosten
Die für die Modernisierung und bauliche Erweiterung der Kunsthalle veranschlagten 30 Millionen Euro teilt sich der Kunstverein zu je einem Drittel mit dem Land Bremen und dem Bund. Das vom Kunstverein zu tragende Drittel wird im Sinne bürgerlichen Engagements durch die Familien Friedrich Lürßen und Peter Lürßen sowie die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung erbracht. Mit der Zusage des Bundes, die der Kunstverein am vergangenen Donnerstag erhielt, sind nun die finanziellen Voraussetzungen für den Bau gegeben, so dass bereits im Dezember mit den Vorbereitungen für das Bauprojekt begonnen werden kann. Dafür schließt das Museum am 8. Dezember für die Zeit von voraussichtlich zwei Jahren. Bevor die Bauarbeiten beginnen, müssen alle Kunstwerke mitsamt den Beständen des Kupferstichkabinetts, die Bibliothek, die Werkstätten und Büros ausgelagert werden.

Fassadenansicht der Kunsthalle nach dem Umbau | © hinrichs: grafikdesign

Fassadenansicht der Kunsthalle nach dem Umbau | © hinrichs: grafikdesign

Der Erweiterungsbau
Die Anlieferungszone, Sicherheit, Klimatechnik, Depots und Restaurierungswerkstätten werden mit dem Erweiterungsbau auf den neuesten Stand der Technik gebracht, so dass die Kunsthalle auch in Zukunft den Anforderungen der internationalen Leihgeber und der Versicherungen gerecht wird und hochkarätige Ausstellungen in Bremen zeigen kann. Die wachsende Nachfrage nach museumspädagogischen Angeboten erfordert zudem neue Räumlichkeiten für diesen Bereich. Durch zwei kompakte, die Kunsthalle flankierende Gebäude wird die alte, im ersten Bau von 1849 angelegte Symmetrie des Gebäudes wieder hergestellt; hierfür weicht im Osten der Anbau aus dem Jahr 1982. An dieser Stelle entsteht ein schmalerer und tiefer in die Erde eingelassener Kubus, der die Sicherheitsschleuse für die Anlieferung von Kunstwerken, Restaurierungswerkstätten, Ausstellungs- und Sammlungsräume, Depots, die Technikzentrale und Büroräume beinhalten wird. In einem kleineren Kubus, der an die westliche Seite der Kunsthalle angebaut wird, befinden sich neben Sammlungsräumen und einem Ausstellungsbereich für das Kupferstichkabinett die Museumsbibliothek und Räumlichkeiten für die Abteilung Bildung und Vermittlung. Der Altbau mit dem Kupferstichkabinett bleibt erhalten und wird mit den Erweiterungsbauten verbunden. Durch dieses Konzept gewinnt die Kunsthalle ein Drittel an zusätzlicher Fläche und schafft wichtigen Raum für bislang unzureichend ausgestattete Bereiche des Museums. Auf der Südseite des Gebäudes erwartet die Besucher zukünftig ein zum Wasser gelegenes Museumscafé.

Geschlossen, aber weiterhin präsent
Genug zu tun bleibt für die Kunsthallen-Mitarbeiter auch während der Schließzeit. Neben geplanten Forschungsprojekten und Restaurierungen ist für Kunsthallen-Besucher und die 7500 Kunstvereinsmitglieder ein vielseitiges Veranstaltungsangebot ausgearbeitet worden. An unterschiedlichen Orten haben Interessierte auch während der Schließzeit Gelegenheit, Führungen, Kunstpausen, Kurse, Vorträge und weitere Veranstaltungen zu besuchen. Das Programm richtet sich an Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene und wird in Kooperation mit Bremer Museen, aber auch mit der Volkshochschule, dem Institut français, der AWO, dem Haus der Wissenschaft oder dem Martinshof durchgeführt. Für Mitglieder des Kunstvereins werden ausgewählte Veranstaltungen kostenlos und exklusiv angeboten.
Unter dem Motto Noble Gäste sind in ganz Deutschland für die gesamte Bauzeit ab Anfang 2009 über 200 Meisterwerke aus der Sammlung der Kunsthalle in 21 deutschen Museen augestellt, darunter die Hamburger Kunsthalle, die Alte Pinakothek in München, das Liebermann Haus in Berlin und das Museum Ludwig in Köln. Auch in Bremer Museen sind Leihgaben als Noble Gäste vertreten.
Der Museumsshop bleibt noch bis einschließlich 23. Dezember 2008 an gewohnter Stelle geöffnet. Das Mitgliederbüro ist den gesamten Dezember noch in der Kunsthalle zu finden. Museumsshop und Mitgliederbüro werden später in unmittelbarer Nähe zur Kunsthallen-Baustelle untergebracht. Alle Mitarbeiter der Kunsthalle sind weiterhin unter den bekannten Kontaktdaten erreichbar.

…wir bauen!
Winter 2008/09 - Winter 2010/11
Kunsthalle Bremen

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