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wechselausstellungen.de | 24. November 2008

KUNST BLEIBT KUNST

SOUNDPOETISCHE PERFORMANCE VON DIRK HÜLSTRUNK ZU TEXTEN VON RENÉ MAGRITTE
Sonntag, 30. November 2008, 18.00 Uhr

Der Frankfurter Sound- und Slampoet Dirk Hülstrunk interpretiert im Rahmen der Ausstellung „René Magritte 1948. La Période vache“ die provokativen Arbeiten aus Magrittes kurzer, intensiver Werkphase der „Période vache“ in einer soundpoetischen Performance. Im improvisierten Zusammenspiel mit einem Sampler entsteht eine Hörcollage, die sich mit Wortloops, lyrischen Sprachfragmenten und rhythmischen Sounds zwischen Sprache und Musik bewegt. Als Referenz an René Magritte werden Begriffe aus Texten des Künstlers in neue sprachliche Umgebungen gestellt und Bedeutungen per Effektregler verschoben – um einen „magischen Moment“ hervorzubringen, der vielleicht auch nur der Moment größtmöglichen Unsinns ist.

Dirk Hülstrunk ist Autor, Sound- und Samplepoet. Seit 1998 organisiert und moderiert er den Frankfurt Poetry Slam und ist darüber hinaus Mitveranstalter der deutschen Slammeisterschaften in Frankfurt und Darmstadt. Mit Performances und elektronischer Live-Poesie sowie Projekten und Workshops vor allem für Jungendliche ist er über die Grenzen Deutschlands hinweg in Europa und in den USA unterwegs. Seit 1997 moderiert er die Kultursendung KNALLFABET im Frankfurter Stadtradio „Radio X“.

René Magritte gehört nicht nur zu den bedeutendsten, sondern auch zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Oft im Widerspruch zu den künstlerischen Tendenzen seiner Zeit hat der belgische surrealistische Maler eine einzigartige und unverkennbare Bildsprache geschaffen und mit seinem Werk nachfolgende Künstlergenerationen bis heute, aber auch die visuelle Kultur der Gegenwart wesentlich beeinflusst. Eine faszinierende Episode im Werk des Künstlers ist jedoch nahezu unbekannt geblieben: die sogenannte Période vache. 1948 schuf Magritte für seine erste Einzelausstellung in Paris eine Gruppe von Gemälden und Gouachen, die sich deutlich von seinem übrigen Werk unterscheidet. In einem neuen, schnellen und aggressiven Malstil – inspiriert vor allem von populären Bildquellen wie Karikaturen und Comics, aber auch mit Stilzitaten von Künstlern wie James Ensor oder Henri Matisse durchsetzt – entstanden etwa 30 völlig untypische Werke, die im damaligen Paris für Empörung sorgten. In Retrospektiven zum Werk Magrittes meist nur vereinzelt gezeigt, werden diese Arbeiten in der Ausstellung in der Schirn erstmals außerhalb Frankreichs und Belgiens zusammengeführt.

TERMIN: 30. November 2008, 18.00 Uhr.
ORT: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Kabinett I.
EINTRITT: Der Eintritt von 6 € ist gleichzeitig Ticket für die Ausstellung und für die Performance. Wer zu zweit kommt, zahlt nur einmal (two for one).
DAUER: ca. 60 Minuten.

Schirn Kunsthalle Frankfurt

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