Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: Wiedereröffnung der Sammlung am 10.07.10
Am 10. Juli 2010 ist es soweit: Nach zweijähriger Renovierung der Kunstsammlung am Grabbeplatz wird das sanierte und baulich erweiterte Haus wiedereröffnet. Hauptwerke der Sammlung und neue künstlerische Projekte bespielen die Räume und locken die Besucher mit Vertrautem und Flüchtigem. Besonderes Geschenk ist der freie Eintritt am Grabbeplatz und im Ständehaus in den ersten 14 Tagen nach der Wiedereröffnung.
Die erste Sammlungspräsentation der Direktorin Marion Ackermann am Grabbeplatz folgt einem anderen Rhythmus als zuvor. Durch eine neue Raumstruktur, in einer mäandrierenden Abfolge von Räumen, wird der Besucher viel direkter auf die Kunst hin geführt und begegnet den zurückgekehrten Werken der Landessammlung von Max Ernst, Picasso, Klee, Pollock, Beuys und Richter mit frischem Blick im grundsanierten Gebäude. Ergebnis ist eine pure und puristische Präsentation, die den Aspekt des Musealen betont - mit Beruhigung, Dauer und Gültigkeit und mit der Gewissheit, das Vertraute wiederzufinden.
Einen phantastischen Kontrast dazu bietet die inszenierte Festarchitektur im Neubau. Der von den Architekten Dissing + Weitling (Kopenhagen) umgesetzte Erweiterungsbau umfasst zwei stützenfreie Hallen auf ausstellungstechnisch hohem Niveau. Rund 2.000 m² Ausstellungsarchitektur werden im Juli 2010 in Betrieb genommen und passen sich optisch nahtlos an den Museumsbau aus dem Jahre 1986 an. Die polierte Granitfassade der Kunstsammlung, in deren Innern lichter und großzügiger Raum für die Kunst geschaffen wird, steht für ein nobles und modernes Erscheinungsbild. Zur Wiedereröffnung stellen sich die beiden Hallen mit zwei ephemeren und bildhaften Rauminszenierungen dem Publikum vor, bevor sie im Spätsommer mit „Joseph Beuys. Parallelprozesse“ ihr Debüt als Ausstellungsräume geben.
Hinzu kommen vier spannende internationale Künstlerprojekte, die sich auf vier Funktionsräume der Kunstsammlung beziehen: Sarah Morris überzieht mit ihrer Arbeit „Hornet“ (2010) die knapp 27 Meter lange Abschlusswand des Paul-Klee-Platzes mit einer farbig flirrenden Struktur, Joep van Lieshout wird im ehemaligen Café Zwey sein „Lokal“ eröffnen, Olafur Eliasson lässt vor den sogenannten Blumenfenstern farbigen Dampf in einem Lichtschacht in den Himmel aufsteigen und Karin Sander nimmt als erste Künstlerin das an die Bildungsabteilung angegliederte Labor als eine Produktionsstätte in Betrieb, die die Kunstvermittlung mit allen Sinnen ermöglicht.
Zur Wiedereröffnung der Sammlung am 10. Juli 2010 findet ab 14 Uhr ein großes Publikumsfest am Grabbeplatz statt. Zahlreiche kostenlose Bildungs- und Vermittlungsangebote für Kunstsammlungsfreunde jeden Alters laden zum Anschauen, Mitmachen, Gestalten und Diskutieren ein. Los geht es mit einer Preview für Jugendliche am 9. Juli um 15 Uhr, am Samstag und Sonntag sind junge Kunstfreunde auf dem Paul- Klee-Platz zu einem großen Kinderfest mit Kunstexpedition eingeladen, während für erwachsene Besucher Kunstexperten in den Sammlungsräumen zum Gespräch bereit stehen, um über die Sammlung, die neuen Projekte sowie über die Geschichte und Architektur des Hauses zu informieren.
Ein Eröffnungsfest gibt es am 10. Juli 2010 auch im Ständehaus, wo parallel zur Wiedereröffnung am Grabbeplatz ab 15 Uhr die Präsentation «Intensif-Station» – 26 Künstlerräume im K21 (bis 4. September 2011) zu sehen ist. In 26 Räumen werden Installationen und Werkgruppen der Kunstsammlung ergänzt durch neue, vor Ort entwickelte Räume von Monica Bonvicini, Nathalie Djurberg, Lucy Skaer u. a. treten. Der Titel der Ausstellung entstammt der gleichnamigen Installation von Thomas Hirschhorn, der die Intensität der Kunsterfahrung zum Thema macht. Für Überraschung sorgen zudem acht junge Künstlerinnen und Künstler, die eingeladen wurden, die Arkadenumgänge im Ständehaus neu zu gestalten. Es erscheint eine DVD, die in szenografischer Form die Künstlerprojekte vorstellt.
Zwischen dem 10. und 25. Juli 2010 ist der Eintritt für alle Besucher in beiden Häusern frei! Ein kostenloser Museumsshuttle verbindet die beiden Standorte.
Medienmitteilung
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
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