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wechselausstellungen.de | 23. Juli 2010

Neue Installation der Retrospektive »Felix Gonzalez-Torres«

31. Juli - 29. August 2010

Ab 31. Juli 2010 ist die neue Installation der Retrospektive von Felix Gonzalez-Torres (1957-1996) in der Fondation Beyeler zu sehen. Die Ausstellung ist ein Teilbereich einer grossen Wanderretrospektive und zeigt Werke aus allen Phasen der kurzen, aber fruchtbaren Laufbahn des Künstlers sowie bislang nur selten gezeigte Werke. Sie beginnt in der Eingangshalle des Museums, nimmt das Foyer ein, ist in die permanente Sammlung eingestreut und setzt sich sowohl im Souterrain als auch im öffentlichen Raum fort. Teil der Ausstellung ist eine monumentale Lichterkette, die über der Mittleren Rheinbrücke in Basel installiert ist (bis Anfang August 2010), sowie eine Serie von ikonischen Plakatwänden von Gonzalez-Torres, die in den Schweizer Städten Basel, Bern, Genf, Luzern, St. Gallen und Zürich verteilt sind (bis 25. Juli 2010).

Die Präsentation von Gonzalez-Torres‘ Kunst neben den Meisterwerken der klassischen Moderne sowie die erste Version der Ausstellung wurden von Elena Filipovic kuratiert. Die neue Installation wird von der amerikanischen Künstlerin Carol Bove bestimmt. Während die oberen Säle praktisch unverändert bleiben, wird Bove im Souterrain Gonzalez-Torres‘ bahnbrechende, aber nur wenig bekannte vierwöchige Ausstellung Every Week There Is Something Different von 1991 nachstellen, die Woche für Woche neu installiert wurde.

Der hintere Raum des Souterrains wird so umgestaltet, dass er der Galerie entspricht, in der diese Ausstellung ursprünglich stattfand, und alle Werke, die dort zu sehen waren, werden vorhanden sein, sodass Bove die Ausstellung von 1991 in allen ihren wöchentlichen Etappen originalgetreu wiederholen kann. Diese Nachstellung gestattet eine eingehende Betrachtung eines bedeutenden Werkkomplexes und bietet zugleich die einzigartige Gelegenheit, eine wesentliche Komponente der Praxis des Künstlers nachvollziehen zu können: Die Anordnung der Objekte in Bezug aufeinander und auf ihren Kontext. Dies entspricht auch dem Grundgedanken dieser Retrospektive, die sich der herkömmlichen Vorstellung widersetzt, eine Ausstellung sei etwas Fixiertes und eine Retrospektive habe den Anspruch des umfassenden Überblicks. Stattdessen werden verschiedene Ausstellungsversionen geboten, von denen keine den autoritativen Anspruch erhebt, die »richtige« zu sein.

Organisiert wurde die Ausstellung vom Wiels Contemporary Art Centre, Brüssel, in Zusammenarbeit mit der Fondation Beyeler, dem Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, und der Felix Gonzalez-Torres Foundation, New York. Die Ausstellung wird an allen ihren Stationen von einem jeweils anderen Künstler neu installiert. Im Anschluss an die Wanderretrospektive wird 2011 ein reich illustrierter Katalog erscheinen, der die einzelnen Versionen der Ausstellung dokumentieren wird.

Medienmitteilung
Fondation Beyeler

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