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wechselausstellungen.de | 9. April 2010

Paul Klee im Musée national de l’Orangerie

Paul Klee (1879–1940)
Die Sammlung von Ernst Beyeler

14. April – 19. Juli 2010
Musée national de l’Orangerie

Diese Ausstellung wurde vom Musée d’Orsay und dem Musée national de l’Orangerie mit besonderer Unterstützung der Fondation Beyeler organisiert.

Diese Ausstellung vereint 26 ausgewählte Meisterwerke des Künstlers, darunter Gemälde und Zeichnungen. 17 davon stammen aus der Fondation Beyeler. Dabei wird die besondere Bedeutung Paul Klees für diese Sammlung belegt, welche der Basler Galerist Ernst Beyeler und seine Frau Hildy in fast sechzig Jahren angelegt haben.

Ernst Beyeler, kürzlich verstorben, war seit 1947 Kunsthändler und interessierte sich sehr bald für das Werk Paul Klees. Seit den 1950er Jahren erwarb er Zeichnungen und Gemälde des Künstlers aus schweizerischen und deutschen Privatsammlungen. Später erstand er Werke aus dem Besitz des Sohnes Felix Klee sowie anderer internationaler Kunstsammler.

Es sind aber vor allem die Spätwerke des Künstlers, denen Beyeler besondere Aufmerksamkeit schenkte. Er erwähnte diesbezüglich die grossartige Steigerung der Ausdruckskraft Paul Klees, die er in Zusammenhang mit dessen Krankheit hervorbrachte, an welcher der Künstler am Lebensende litt. Für ihn war dies gleichsam eine »Bewegung in tragische Dimensionen hin zu einer dramatischen Sichtweise, die auch andere Welten impliziert«.

Die Auswahl der in der Ausstellung gezeigten Werke Klees geben drei Phasen der Arbeit des Künstlers wieder: die Zeit des Ersten Weltkriegs, dann die Lehrtätigkeit am Bauhaus und die Düsseldorfer Jahre (1920–1933), schliesslich die Rückkehr in die Schweiz (1933–1940). Sie spiegelt auch die Vorliebe Beyelers für den »späten Klee« wider, der sich nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gezwungen sah, auf subtile Farbnuancen zu verzichten, um sich einem rauheren Stil zuzuwenden und Farbhintergründe zu entwerfen, welche durch kräftige schwarz-braune Linien rhythmisiert werden.

Die Präsentation der Klee-Werke im Musée de l’Orangerie in Paris ist ein weiteres Projekt der Kooperationen der Fondation Beyeler im Ausland. Aufgrund der Präsentation einzelner unserer Ausstellungen sowie Sammlungswerke im Ausland können noch mehr Kunstfreunde diese sehen und erleben.

Die aktuelle Ausstellung in der Fondation Beyeler ist Henri Rousseau gewidmet (bis 9. Mai 2010). Dank der Zusammenarbeit mit dem Musée d’Orsay und dem Musée de l’Orangerie kann eine wichtige aus den beiden Museen stammende Werkgruppe Rousseaus gezeigt werden.

Kurator:
Emmanuel Bréon, Direktor, Musée de l’Orangerie

Wissenschaftliche Beratung:
Philippe Büttner, Kurator, Fondation Beyeler
Marie-Madeleine Massé, Kuratorin, Musée de l’Orangerie

Ausstellungskatalog, Philippe Büttner / Claude Frontisi, Coédition Musée d’Orsay / Éditions Hazan, 96 Seiten, 20€

Weitere Informationen und Pressematerial sind erhältlich bei:
Marie Dussaussoy : +33 (0)1 40 49 49 20 - presse@musee-orsay.fr
Ghislaine Mahé : + 33 (0)1 44 50 43 38 - ghislaine.mahe@culture.gouv.fr

Medienmitteilung
Fondation Beyeler

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