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wechselausstellungen.de | 23. April 2010

Staatliche Kunstsammlungen Dresden zeigen drei Jahrhunderte Porzellangeschichte in zwei Jahrhundertausstellungen – Porzellanschloss August des Starken zum Leben erweckt

Vor genau 300 Jahren etablierte August der Starke in Meißen die erste Porzellanmanufaktur auf europäischem Boden. Meissener Porzellan® wurde schnell unverzichtbares Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser. Bis heute gilt es als Inbegriff für gehobene Tischkultur und luxuriöse Raumdekoration. Um seiner ”maladie de porcelaine” den passenden Rahmen zu geben, plante der Kurfürst das Japanische Palais zum Porzellanschloss auszubauen. Ein Projekt, das jedoch nie ganz vollendet wurde.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nehmen das Porzellanjubiläum in diesem Jahr zum Anlass, Meissener Porzellan® erstmals wieder an dem Ort zu zeigen, den August der Starke einst der Präsentation der königlichen Porzellanschätze widmete: im Japanischen Palais. Die Sonderausstellung „Triumph der blauen Schwerter. Meissener Porzellan® für Adel und Bürgertum 1710 - 1815” zeichnet ein umfassendes Bild der Meissener Porzellankunst zwischen Barock und Biedermeier. Gezeigt werden rund 800 Porzellane. Die Hälfte davon kommt aus dem Bestand der Dresdner Porzellansammlung, der größten Sammlung von Meissener Porzellan® des 18. Jahrhunderts. Dazu kommen Leihgaben unter anderem aus Museen und Sammlungen in Kalifornien, Moskau, New York, London, Paris, Prag und Budapest. Der spanische Ausstellungsarchitekt Juan de Cubas bricht mit seiner Präsentation traditionelle Formen, zeigt Porzellankunst auf minimalistische Art und Weise.

Mit einer zweiten Sonderausstellung ”Zauber der Zerbrechlichkeit. Meisterwerke europäischer Porzellankunst” feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeitgleich auch in Berlin das Jubiläum des europäischen Hartporzellans. Die Ausstellung - in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin - wird im Berliner Ephraim-Palais am 9. Mai 2010 eröffnet. ”Zauber der Zerbrechlichkeit” stellt Meissener Porzellan® in den Kontext der europäischen Porzellankultur. Beispiele zeigen sowohl eigene Entwicklungen als auch die Wechselbeziehungen und den Austausch der Manufakturen untereinander.

Pressekonferenz: 4. Mai 2010 um 11.00 Uhr im Japanischen Palais
Für Ihre Fragen stehen Ihnen der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Martin Roth; der Direktor der Porzellansammlung Dr. Ulrich Pietsch; Dr. Claudia Banz, Kuratorin der Ausstellung in Dresden sowie Dr. Theresa Witting, Kuratorin der Ausstellung in Berlin zur Verfügung.

Medienmitteilung
Staatliche Kunstsammlungen Dresden

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