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wechselausstellungen.de | 9. April 2010

THEMENFÜHRUNG „FARBE ALS LICHT – LICHT ALS FARBE“ IN DER AUSSTELLUNG „GEORGES SEURAT. FIGUR IM RAUM“

Mittwoch, 14. April 2010, 19 Uhr
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Eintritt 8 €, ermäßigt 6 €, Abendkasse, kein Vorverkauf

Im Rahmen der Ausstellung „Georges Seurat. Figur im Raum“ veranstaltet die Schirn Kunsthalle Frankfurt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Expertenführungen und Workshops. Am Mittwoch, den 14. April 2010 um 19 Uhr findet zur Luminale 2010 – Biennale der Lichtkultur eine Führung zum Thema „Farbe als Licht – Licht als Farbe. Gemälde und Ölstudien Seurats“ statt.

In der Themenführung werden der Umgang Georges Seurats mit Licht und Farbe in den Blick genommen und einzelne Werke eingehend besprochen. In seinem Werk hat sich der französische Künstler intensiv mit diesen Phänomenen auseinandergesetzt und sich eingehend mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Farbtheorie und zur Wirkung der Farben auf das menschliche Auge beschäftigt. Inspiriert von diesen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelte Seurat um 1883 jene Malweise, die auf dem Simultankontrast benachbarter Farben beruht und unter dem Namen Pointillismus in die Kunstgeschichte einging. Dabei werden die Farben mit dem Pinsel in kleinen akribisch gesetzten und dicht gedrängten Punkten auf die Leinwand getupft. Der Gesamtfarbeindruck einer Fläche oder eines Gemäldes setzt sich erst im Auge des Betrachters und aus einer gewissen Entfernung als optische Mischung zusammen.

DIE AUSSTELLUNG „GEORGES SEURAT. FIGUR IM RAUM“
Der französische Neoimpressionist Georges Seurat (1859–1891) gilt als Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter des von ihm entwickelten Pointillismus. Mit rund 60 Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus u. a. London, Paris, Zürich, New York und San Francisco bietet die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle einen repräsentativen Überblick und nimmt zugleich einen wichtigen Aspekt von Seurats Œuvre in den Blick: die Figur im Raum. Kein Bildthema vermag ähnlich viel über Seurats Kunst zu erzählen. Sowohl das malerische als auch das zeichnerische Werk des Künstlers künden von seinem großen Interesse an diesem Sujet, dem er sich während seiner gesamten Schaffenszeit widmete. Der Künstler orientierte sich zunächst an Gruppierungen wie der École de Barbizon, an Epochen wie der Renaissance oder an Künstlerkollegen wie Puvis de Chavannes, setzte die Sujets jedoch in einer neuen Maltechnik und in innovativen Kompositionen um. In der Auseinandersetzung mit den Bildvorstellungen der Impressionisten und den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Physiologie und der Farbtheorie entwickelte Georges Seurat jene Malweise, die als Pointillismus in die Kunstgeschichte einging und späteren Kunstschaffenden zu einer wichtigen Inspirationsquelle wurde.

Die Ausstellung wurde organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

WEITERE THEMENFÜHRUNG IM RAHMEN DER AUSSTELLUNG:
Donnerstag, 15. April 2010, 20 Uhr „Figuren im Gegenlicht. Zeichnungen von Georges Seurat“

ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt
INFORMATION: www.schirn.de, E-Mail: fuehrungen@schirn.de, Telefon: (+49-69) 29 98 82-112, Fax: (+49-69) 29 98 82-240
EINTRITT: 8 €, ermäßigt 6 €, Abendkasse, kein Vorverkauf
ANMELDUNG: erforderlich unter: Tel. (+49-69) 29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de

Medienmitteilung
Schirn Kunsthalle Frankfurt

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