THEMENFÜHRUNG „FIGUREN IM GEGENLICHT“ IN DER AUSSTELLUNG „GEORGES SEURAT. FIGUR IM RAUM“
Donnerstag, 15. April 2010, 20 Uhr
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Eintritt 8 €, ermäßigt 6 €, Abendkasse, kein Vorverkauf
Im Rahmen der Ausstellung „Georges Seurat. Figur im Raum“ veranstaltet die Schirn Kunsthalle Frankfurt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Expertenführungen und Workshops. Am Donnerstag, den 15. April 2010 um 20 Uhr findet zur Luminale 2010 – Biennale der Lichtkultur eine Führung zum Thema „Figuren im Gegenlicht – Zeichnungen von Georges Seurat“ statt.
In dieser Themenführung steht das zeichnerische Werk Georges Seurats im Mittelpunkt, das gleichberechtigt neben seiner Malerei steht. Für die Zeichnungen verwendete der Künstler fast ausschließlich den Crayon Conté, einen weichen tiefschwarzen Kohlestift. Striche überziehen das stark gekörnte Papier als dichtes Geflecht aus rhythmischen Schraffuren und Überkreuzungen und lassen das Motiv als etwas Schwebend-Unbestimmtes hervortreten beziehungsweise verschwinden. Die markanten Hell-Dunkel-Kontraste umspielen und akzentuieren die Figuren und verleihen ihnen eine unwirkliche Präsenz. In seinem zeichnerischen Werk dominieren vorstädtische Szenen, in denen er Bewohner, Passanten und die arbeitende Bevölkerung in unterschiedlichen Motiven festhielt oder den Blick auf Landschaften und die fortschreitende Technisierung des Landes richtete. Seurats Zeichnungen sind sowohl eigenständige Arbeiten als auch vorbereitende Studien. Vor allem die späteren Blätter dienten dem Künstler – wie die Vielzahl seiner Ölskizzen, die im Gegensatz zu den ausgeführten Werken oft einen flüchtigen impressionistischen Pinselstrich aufweisen – zur Findung und Perfektionierung seiner großformatigen Bildkompositionen.
DIE AUSSTELLUNG „GEORGES SEURAT. FIGUR IM RAUM“
Der französische Neoimpressionist Georges Seurat (1859–1891) gilt als Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter des von ihm entwickelten Pointillismus. Mit rund 60 Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus u. a. London, Paris, Zürich, New York und San Francisco bietet die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle einen repräsentativen Überblick und nimmt zugleich einen wichtigen Aspekt von Seurats Œuvre in den Blick: die Figur im Raum. Kein Bildthema vermag ähnlich viel über Seurats Kunst zu erzählen. Sowohl das malerische als auch das zeichnerische Werk des Künstlers künden von seinem großen Interesse an diesem Sujet, dem er sich während seiner gesamten Schaffenszeit widmete. Der Künstler orientierte sich zunächst an Gruppierungen wie der École de Barbizon, an Epochen wie der Renaissance oder an Künstlerkollegen wie Puvis de Chavannes, setzte die Sujets jedoch in einer neuen Maltechnik und in innovativen Kompositionen um. In der Auseinandersetzung mit den Bildvorstellungen der Impressionisten und den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Physiologie und der Farbtheorie entwickelte Georges Seurat jene Malweise, die als Pointillismus in die Kunstgeschichte einging und späteren Kunstschaffenden zu einer wichtigen Inspirationsquelle wurde.
Die Ausstellung wurde organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt.
ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt
INFORMATION: www.schirn.de, E-Mail: fuehrungen@schirn.de, Telefon: (+49-69) 29 98 82-112, Fax: (+49-69) 29 98 82-240
EINTRITT: 8 €, ermäßigt 6 €, Abendkasse, kein Vorverkauf
ANMELDUNG: erforderlich unter: Telefon: (+49-69) 29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de
Medienmitteilung
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Stichwörter / Tags: Frankfurt, Georges Seurat, Schirn Kunsthalle, Themenführung
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