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wechselausstellungen.de | 17. August 2010

Thomas Kellein wechselt nach Texas an die Chinati Foundation

Porträt Thomas Kellein: Martin Brockhoff

Porträt Thomas Kellein: Martin Brockhoff

Dr. Thomas Kellein, seit 1996 Direktor der Kunsthalle Bielefeld, übernimmt Anfang 2011 die Leitung der von Donald Judd ins Leben gerufenen Chinati Foundation in Marfa, Texas. Die Chinati Foundation präsentiert neben herausragenden Werkgruppen Donald Judds eine Reihe künstlerischer Installationen von Carl Andre, Ingólfur Arnarsson, John Chamberlain, Dan Flavin, Roni Horn, Ilya Kabakov, Richard Long, Claes Oldenburg and Coosje van Bruggen, David Rabinowitch und John Wesley. Diese Künstler wurden von Judd eingeladen, auf dem Gelände des ehemaligen Fort Russell ihre eigenen Werke dauerhaft zu zeigen. Unter den Museen in den USA gilt die Chinati Foundation als Geheimtipp mit internationaler Ausstrahlung. Thomas Kellein folgt als Direktor Dr. Marianne Stockebrand nach, die die Chinati Foundation ab 1994 geleitet hat.
Mit Thomas Kellein geht ein international anerkannter Kunsthistoriker und Museumsleiter in die USA, der auch außerhalb seines Hauses als Autor und Kurator tätig war. So war er 1997 der Initiator des vielbeachteten Kulturprojekts „Garten-Landschaft Ostwestfalen-Lippe“.
Das Projekt „Caspar David Friedrich. Der künstlerische Weg“ 1998 gehört zu den ersten Highlights in Kelleins Ausstellungsprogramm. Es folgten Ausstellungen zum Spätwerk von Kasimir Malewitsch, zur Plastik von Henri Laurens oder zum Werk Edvard Munchs. Im zeitgenössischen Bereich präsentierte er die international beachtete Ausstellung „Donald Judd. Early Work 1956-1968“, die 2002 von der Menil Collection in Houston übernommen wurde, sowie Werkschauen von Jeff Koons, Louise Bourgeois und Yoko Ono. Hinzu kamen Themenausstellungen wie „Das Große Fressen. Von Pop bis heute“, „1937. Perfektion und Zerstörung“ und „1968. Die Große Unschuld“. Parallel dazu fanden regelmäßige Sonderausstellungen im Zusammenhang mit dem Sammlungsschwerpunkt des deutschen Expressionismus statt, die von der stellvertretenden Direktorin Dr. Jutta Hülsewig-Johnen verantwortet wurden.
Thomas Kellein wird seine Tätigkeit 2011 mit dem zweiten Teil der Sammlung Bischofberger („The 80s Revisited“) und mit einer Gesamtausstellung der hauseigenen Sammlung, die erst in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn, danach dann in Bielefeld gezeigt wird, beenden.
Im Bereich der Ankäufe, Dauerleihgaben und Schenkungen erwarb die Kunsthalle Bielefeld seit 1996 Fotografien von Hiroshi Sugimoto, mit Mitteln der Staff Stiftung in Lemgo bedeutende Werke von Jean Arp, Max Ernst, Robert Longo, Man Ray, Edvard Munch, Pablo Picasso und Andy Warhol. Ab 2003 verstärkte eine anonyme Bielefelder Privatsammlung die Bestände im zeitgenössischen Bereich. Hinzu kamen Schenkungen von Künstlern wie Louise Bourgeois, Vanessa Beecroft, Yoko Ono oder Not Vital, von privaten Stiftern und die regelmäßigen Ankäufe durch den Förderkreis, darunter der „Spiralpavillon“ von Olafur Eliasson, die bronzene „Frau“ von Thomas Schütte sowie das Porträt „Helena’s Dream“ von Marlene Dumas.

In Marfa übernimmt Thomas Kellein die Aufgabe, die Chinati Foundation, die von einem renommierten Schriftsteller unlängst als das Taj Mahal der USA bezeichnet wurde, national und international zu profilieren.
Das Team der Kunsthalle gratuliert ihm zu dieser neuen Herausforderung.

Medienmitteilung
Kunsthalle Bielefeld

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