Von Minimal Art der 1960er Jahre bis Postminimalismus der 1980er Jahre. Neuaufstellung in der Stirling-Halle der Neuen Staatsgalerie
Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt ab Mai 2010 in der Stirling-Halle herausragende Werke von Carl Andre, Donald Judd, Joseph Kosuth, Blinky Palermo, Bruce Nauman, Dan Flavin, Ulrich Rückriem und Richard Serra sowie weiteren Künstlern aus den 1960er bis 1980er Jahre.
Mit Minimal Art, Conceptual Art und Post-Minimalismus werden einige radikale Erweiterungen des Werkbegriffs bezeichnet, die seit den 1960er Jahren für eine neue Vielfalt der Kunst stehen.
Minimal Art
Die aus industriellem Material wie Plexiglas oder Aluminium gefertigten Strukturen von Donald Judd, Carl Andre, Dan Flavin oder Fred Sandback leugnen jede persönliche Handschrift des Künstlers. Sie stellen die Bedingungen von Präsentation und Standort des Betrachters in den Mittelpunkt: Aktives Umherwandern des Besuchers ist gefragt.
Post-Minimalismus
Bei den auf Kräfteausgleich basierenden Plastiken von Richard Serra ist vielmehr die Schwere der Stahl- und Bleiplatten eine direkte physische Erfahrung. Auch Ulrich Rückriem häufig dem Minimalismus zugerechnet nimmt direkt Bezug auf Materialität und Struktur des Steines: Er lässt Granitblöcke zerteilen und fräsen, um sie wieder zu Skulpturen zusammenzusetzen.
Conceptual Art
Der Konzeptkünstler Joseph Kosuth reflektiert in seinen Arbeiten, wie sich während der Bewegung oder des sukzessiven Lesens und Sehens der Denkraum weitet. Für die Conceptual Art ist charakteristisch, dass bereits die Idee, durch Anweisung präsentiert, das Kunstwerk darstellt. Bei den potentiell benutzbaren, jedoch im Museum erstarrten Stoffobjekten von Franz Erhard Walther entstehen hautnahe körperliche Beunruhigungen. Bruce Naumann steigert dies noch mit seinen Hinführungen des Betrachters zu neuen Grenzen.
Medienmitteilung
Staatsgalerie Stuttgart
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