Vorträge zur Ausstellung “Claude Monet”
in der City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
jeweils dienstags, 19.30 Uhr
Eintritt 10 € / erm. 5 €
12. Januar 2010
Dr. Gerhard Finckh: Von der Heydt-Museum
Claude Monet - Eine Zwischenbilanz
Führende Kunstkritiker haben die Claude-Monet-Retrospektive des Wuppertaler Von der Heydt-Museums zur Ausstellung des Jahres 2009 erklärt. Catrin Lorch von der Süddeutschen Zeitung lobte die „kunsthistorisch spannende Hängung, in der es viel zu vergleichen und zu entdecken gibt.“ Für Stefan Koldehoff (Deutschlandfunk) bietet die Monet-Ausstellung „eine veritable Retrospektive in sehr kluger Präsentation“, und nach Bertram Müller (Rheinische Post) besticht die Ausstellung „mit ungewöhnlich hochrangigen Leihgaben“.
Die Monet-Ausstellung ist in der Geschichte des Von der Heydt-Museums die erfolgreichste, die es je gegeben hat. Aber auch der logistische Aufwand, der bei einer solchen Schau betrieben werden muss, ist enorm. Dr. Gerhard Finckh, Leiter des Von der Heydt-Museums und Kurator der Ausstellung, zieht eine erste Bilanz.
26. Januar 2010
Dr. Eberhard Illner, Historisches Zentrum, Wuppertal
Von Werten und Preisen. Claude Monets Bilder als Handelsware
So arm Monet in jungen Jahren war, so reich war er im reiferen Alter. Die Anerkennung als Künstler lässt sich an den Preisen ablesen, die für seine Bilder gezahlt wurden. Aber was sagen uns Preise, Summen, Zahlen heute. Um sich eine Vorstellung von der Kaufkraft des Geldes zur damaligen Zeit zu machen, ist es notwendig, die Lebensumstände eines Künstlers im wirtschaftlichen Gesamtzusammenhang der Gesellschaft zu betrachten.
Dr. Eberhard Illner, Leiter des Historischen Zentrums, Wuppertal, hat Geschichte und Sozialwissenschaften in Köln studiert und in Geschichte promoviert. Nach der Befähigung für den höheren Archivdienst an der Archivschule Marburg arbeitete er unter anderem im Bundesarchiv Koblenz. 1999 – 2008 war er Leiter der Abteilung „Nachlässe, Sammlungen, Fotografie“ im Historischen Archiv der Stadt Köln. Neben zahlreichen Ausstellungen und Vorträgen zu Themen der Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhundert, war er in Wuppertal unter anderem beteiligt an der Ausstellung „Der Deutsche Michel“ (1998), bevor er 2008 die Leitung des Historischen Zentrums übernahm.
2. Februar 2010
Prof. Dr. Bodo von Dewitz, Fotografische Sammlung, Museum Ludwig, Köln
“La Bohème” - Die Inszenierung des Künstlers in Fotografien des 19. Jahrhunderts
Henri Murger begann schon 1842 Szenen aus seinem berühmten Roman ‚ La Boheme‘, in dem erstmals das tragische Leben des armen Künstlers im bürgerlichen Zeitalter beschrieben wurde, zu publizieren. Dieser Roman diente nicht nur als Vorlage für die gleichnamige Oper von G. Puccini, sein Titel wurde auch zum Synonym für den Künstler des 19. Jahrhunderts, der frei von den Zwängen (und/oder dem Schutz) der fürstlichen Höfe seine Leistungen eigenständig zu Markte tragen musste. Dabei spielte das Medium der Fotografie zunehmend eine bedeutsame Rolle, denn es diente der Darstellung und Selbstdarstellung von Künstlern ‚à la Bohème` ebenso wie der Selbstfindung und der Dokumentation von Lebens- und Arbeitsverhältnissen.
Prof. Dr. Bodo von Dewitz, geboren 1950 in Göttingen, studierte von 1971-1976 Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Hamburg, außerdem Kunstgeschichte in Berlin (1977/1978) und Hamburg (1979/1985) mit Abschluss Promotion. Seit 1985 arbeitet er als Kurator für die Museen der Stadt Köln, hat diverse Ausstellungen zur Kulturgeschichte der Fotografie realisiert und lehrt seit 1988 an der Rheinischen Friedrich- Wilhelms Universität Bonn, die ihm 2004 die Honorarprofessur verlieh. Von 1985 bis 1997 leitete er als wissenschaftlicher Angestellter der Museen der Stadt Köln das Agfa Photo-Historama im Wallraf-Richartz Museum / Museum Ludwig (seit 1997 – im Museum Ludwig Köln). Seit 2003 ist er Leiter der ‘Fotografischen Sammlungen’ des Museums Ludwig Köln mit Ausnahme der zeitgenössischen Fotografie aus den vergangenen vier Jahrzehnten.
23. Februar 2010
Stefan Lüddemann, Journalist, Osnabrück
Claude Monet und die Politik
Landschaften im Sonnenschein, die Kathedrale von Rouen zu unterschiedlichen Tageszeiten in stimmungsvollem Licht, Seerosen und spiegelnde Wasserflächen – war Monet ein unpolitischer Künstler? Zu seinen engsten Freunden gehörte Ministerpräsident Georges Clemenceau, seine große „Seerosendekoration“ machte der Maler dem französischen Staat zum Geschenk. Monet war also als Künstler durchaus in die „große Politik“ involviert. Der Kulturjournalist Stefan Lüddemann wird die Frage nach der politischen Dimension seines Werkes diskutieren.
Dr. Stefan Lüddemann leitet das Feuilleton der Neuen Osnabrücker Zeitung. Daneben nimmt er die Funktion eines Kunstkritikers wahr. Stefan Lüddemann studierte von 1978 bis 1985 Germanistik und Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Staatsexamen) und von 1993 bis 1996 Kulturmanagment an der FernUniversität Hagen, wo er 2003 mit einer Arbeit über Kunstkritik promoviert wurde. Stefan Lüddemann ist Lehrbeauftragter an der Universität Osnabrück (Thema: Kulturjournalismus) und an der FernUniversität Hagen (Themen: Kulturmarketing, Öffentlichkeitsarbeit für Kultureinrichtungen, Bildhermeneutik).
Pressemitteilung
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Stichwörter / Tags: Claude Monet, Von der Heydt-Museum, Wuppertal
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