Wechsel der Werke in den Kabinetten der Ausstellung „Villa Hügel zeigt Folkwang“
Essen, 10. Februar 2009. Ab dieser Woche sind in der Ausstellung „Villa Hügel zeigt Folkwang“ neue Werke der Grafischen und Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang sowie aus dem Deutschen Plakat Museum zu sehen. Im Fokus der Sammlungspräsentationen steht nun die Zeit um 1900. Erstmals gezeigt wird zudem das bekannte Gemälde „Pferd in der Landschaft“ (1910) von Franz Marc. Weiterhin zu sehen sind bis August 2009 die Meisterwerke der Sammlung Malerei und Skulptur, mit Werken von Monet, Renoir, van Gogh u.v.m. Insgesamt haben die Ausstellung seit Juni 2008 rund 135.000 Besucher gesehen.
Die Fotografische Sammlung zeigt Arbeiten von Heinrich Kühn (1866 Dresden – 1944 Birgitz/Tirol) und Hugo Erfurth (1874 Halle a.d. Saale – 1948 Gaienhofen/Bodensee). Heinrich Kühn gilt heute als herausragender Vertreter der Kunstfotografie. Um die Jahrhundertwende kämpft er für die Anerkennung der Fotografie als ein der Malerei und Grafik ebenbürtiges künstlerisches Medium. Neben der Landschaft stehen vor allem Porträts im Zentrum seiner Arbeit.
Hugo Erfurth ist wie Kühn der Kunstfotografie verpflichtet und vertritt die Fotografie als eigenständiges Bildmedium. Sein Dresdener Studio wird zum Treffpunkt für Künstler und Wissenschaftler, die sich von ihm porträtieren lassen. Er entwickelt sich zum bedeutendsten deutschen Bildnisfotografen seiner Zeit.
Das Deutsche Plakat Museum präsentiert Plakate um 1900. In England und Frankreich spielt das Plakat früher als in Deutschland eine wichtige Rolle im öffentlichen Raum. Jules Chéret (1836 Paris – 1932 Nizza) und Henri de Toulouse-Lautrec (1864 Albi – 1901 Schloss Marondé/Gironde) treiben die technische und künstlerische Entwicklung des damals sensationell groß empfundenen Mediums voran. In Deutschland ist zunächst München das Zentrum der Plakatentwicklung, mit einer malerischen Note als Markenzeichen. In Berlin, ab 1905, orientiert sich die Plakatgestaltung an der dem Medium zugewiesenen Aufgabe. Junge Künstler entwickeln das so genannte Berliner Sachplakat.
Im Grafischen Kabinett werden Werke aus der Zeit zwischen Fin de Siècle und Belle Époque gezeigt, darunter Exponate von Edvard Munch (1863 Löiten – 1944 Ekely), Heinrich Vogeler (1872 Bremen – 1942 Karaganda/Kasachstan) und Henri de Toulouse-Lautrec. Die drei Künstler reagierten mit besonderem Sensorium auf die Stimmung zwischen Zukunftseuphorie und Zukunftssorgen vor der Jahrhundertwende.
Mit Beginn des Kulturhauptstadtjahres 2010 ist die Sammlung Folkwang wieder im eigenen Haus zu sehen. Den Museumsneubau in der Essener City, entworfen von David Chipperfield Architects, London/Berlin, ermöglicht als alleinige Förderin die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
Buchung von Führungen: 02 01-88 45 444
Eintritt: € 3,- (Villa Hügel inkl. Park, Hist. Ausstellung Krupp, Ausstellung Museum Folkwang)
Stichwörter / Tags: Essen, Museum Folkwang, Villa Hügel, Villa Hügel zeigt Folkwang
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