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wechselausstellungen.de | 27. Oktober 2009

Werke von Pablo Picasso werden 2010 im Horst-Janssen-Museum gezeigt

Ausstellungsdauer vom 25. April bis 15. August 2010

Das Horst-Janssen-Museum Oldenburg widmet sich neben der Kunst Horst Janssens der internationalen Druckgrafik, wie Ausstellungen in der Vergangenheit von Rembrandt über Goya bis hin zu Warhol und Immendorff deutlich gemacht haben. Picasso ist ein weiterer stilbildender Künstler, dessen grafisches Schaffen an Hand von ausgewählten Beispielen vom 25. April bis 15. August 2010 im Horst-Janssen-Museum in den Mittelpunkt gestellt werden soll. Kein zweiter Künstler verkörpert auf eine derartig umfassende und beeindruckende Weise das 20. Jahrhundert wie Pablo Picasso mit seinen Werken.

Das Horst-Janssen-Museum und das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster kooperieren bei dieser Ausstellung erstmalig miteinander. Aus den 100 Blättern der “Suite Vollard, die in den Jahren von 1930 bis 1937 entstanden sind, werden 30 ausgewählte Beispiele gezeigt: Atelierszenen, erotische Darstellungen, Porträts von Rembrandt und Darstellungen des Minotaurus, der als Alter Ego des Künstlers in Picassos Werk immer wieder eine Rolle spielt. Ein ganzer Kosmos entsteht vor den Augen der Besucher: Picassos Interpretation der Antike, sein Selbstverständnis als Künstler und das zentrale Thema der Geschlechterspannung kann in diesen konzentrierten Werken erfahren werden. Im Museum des Zeichners und Grafikers Horst Janssen sind die Tiefdrucke Picassos, von den sparsamen Kaltnadelblättern über die virtuosen Radierungen bis hin zu den malerischen Aquatinta-Arbeiten, natürlich auch in technischer Hinsicht von besonderem Interesse.

Ab der Mitte der 40er Jahre wendet sich Picasso der Lithografie und ihren eher malerischen Möglichkeiten zu. Aus der Sammlung Huizinga, die im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster beherbergt ist, zeigt das Horst-Janssen-Museum 70 ausgewählte Blätter. Darunter die elf Zustandsdrucke des “Taureau von 1945/46, in denen Picasso spektakulär die Verkürzung und Chiffrierung eines Stieres durchexerziert, bis er zur bildnerischen Kernaussage vordringt. Selbstverständlich sind auch die großen farbigen Lithografien der Frauenporträts vertreten. Angefangen mit dem “Jeune fille aux grands cheveux von 1945 über die genialisch einfach gezeichnete “Françoise über die monumental anmutende “Femme au fauteuil bis hin zu “Femme au corsage à fleurs von 1958.

Mit Pablo Picasso wird, nach Rembrandt, Goya ein weiterer “Meilenstein in der internationalen Druckgrafik im Horst-Janssen-Museum Oldenburg vorgestellt. Picasso und Janssen sind Zeitgenossen; sie haben in den 50er Jahren deutliche Berührungspunkte: Beide haben einen Schwerpunkt im druckgrafischen Schaffen und haben sich immer dem Gegenstand verpflichtet gefühlt, gerade auch in der Zeit, als die Abstraktion zur Weltsprache der Kunst wurde. Die geographische und inhaltliche Nähe zum Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster soll zum Thema gemacht und die Besucher ermutigt werden auch die grafischen Künste zu würdigen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Horst-Janssen-Museum Oldenburg



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