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wechselausstellungen.de | 27. Januar 2010

Henri Rousseau

7. Februar - 9. Mai 2010
Fondation Beyeler / Basel

Henri Rousseau | Surpris!, 1891 | Überrascht! – Sturm im Dschungel | Öl auf Leinwand | 129,8 x 161,9 cm | The National Gallery, London | © 2010 The National Gallery, London

Henri Rousseau | Surpris!, 1891 | Überrascht! – Sturm im Dschungel | Öl auf Leinwand | 129,8 x 161,9 cm | The National Gallery, London | © 2010 The National Gallery, London

Henri Rousseau (1844–1910) hat mit seiner Malerei Grenzen überwunden und neues Terrain betreten. Der Zollbeamte Rousseau hatte keine Kunstschule besucht und malte zunächst nur in seiner Freizeit Bilder, die ausserhalb der akademischen Tradition lagen. Lange als naiver Maler verkannt, schaffte er den Durchbruch in den Pariser Salons erst spät. Es waren Dichter wie Apollinaire und Künstler wie Picasso, Léger, Delaunay und später Kandinsky, die als erste seine herausragende Bedeutung erkannten. Hundert Jahre nach seinem Tod widmet die Fondation Beyeler diesem Pionier der klassischen Moderne eine Ausstellung mit rund 40 seiner Meisterwerke. Zu entdecken sind Rousseaus aussergewöhnlichen Portraits und seine poetischen Bilder von französischen Städten und Landschaften, in denen er im Alltäglichen den Übergang zum Geheimnisvollen sichtbar macht. Höhepunkt der Ausstellung ist eine bedeutende Gruppe von Rousseaus berühmten Dschungelbildern. Nie hat er einen Urwald gesehen, umso phantasievoller und farbenprächtiger erschuf er sich den Dschungel und seine exotischen Bewohner in seiner Malerei. Mit seinen wunderbaren, oft traumhaften Bildkompositionen steht Rousseau für die Wiederentdeckung der Phantasie am Anfang der Moderne. Es gelang ihm so, der Kunst neue Welten zu eröffnen, welche etwa die Kubisten und die Surrealisten beeinflussten und bis heute kleine und grosse Kunstliebhaber begeistern.

Zahlreiche renommierte Museen und Privatsammlungen in Europa und Amerika haben mit ihren Leihgaben zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen, darunter die National Gallery, London, das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, und das State Hermitage Museum, St. Petersburg. Eine grosse Anzahl von Bildern stammt aus dem Musée national de l’Orangerie, dem Museé d’Orsay und dem Musée national Picasso in Paris.

Die Ausstellung und der sie begleitende Katalog wurden konzipiert von Philippe Büttner, Kurator der Fondation Beyeler, in Zusammenarbeit mit Christopher Green, Professor emeritus für Kunstgeschichte am Courtauld Institute, London. Green war Co-Kurator der Ausstellung Henri Rousseau: Jungles in Paris, die 2005/06 in der Tate Modern, dem Grand Palais in Paris und der National Gallery of Art, Washington, D.C., zu sehen war.

Der Ausstellungskatalog, der in einer deutschen und englischen Ausgabe bei Hatje Cantz, Ostfildern, erscheint, enthält Essays von Philippe Büttner, Christopher Green, Franz Hohler und Daniel Kramer sowie Werkkommentare von Philippe Büttner, Nancy Ireson, Daniel Kramer und Simone Küng. 120 Seiten, 87 Abbildungen, davon 82 farbig, CHF 64.–.

Pressemitteilung
Fondation Beyeler



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