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wechselausstellungen.de | 23. März 2011

Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne

21. April - 11. September 2011
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland | Bonn

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn präsentiert in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle eine umfassende Retrospektive über Max Liebermann (1847–1935).

Er hat sich nicht nur durch sein künstlerisches Œuvre, sondern auch durch seine kulturpolitische Tätigkeit einen herausragenden Platz innerhalb der deutschen Kunst- und Kulturgeschichte erworben und gilt damit als einer der führenden Wegbereiter der modernen deutschen Malerei. Die eigenständige Stellung Liebermanns zwischen dem ausgehenden 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert ist auch für die heutigen Entwicklungen der Malerei von besonderer Aktualität.

Mit einer Auswahl von über 100 Werken aus allen Schaffensphasen wird die Ausstellung neue Akzente innerhalb der Werkrezeption von Max Liebermann setzen. Nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten vor allem einzelne thematische Schwerpunkte seines Schaffens (Freilichtmalerei, Realismus, Impressionismus, Gartenbilder) im Fokus der Betrachtungen standen, wird Liebermann in dieser Ausstellung vor allem als konsequenter Verfechter aktueller künstlerischer Positionen in der Kunst des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts gezeigt. Die herkömmliche Einordnung dieses Malers als „Impressionist“ wird ebenso hinterfragt wie der Begriff des Realismus.

Mit den präsentierten Gemälden und Arbeiten auf Papier wird Liebermanns unkonventionelle Themenbehandlung und stilistische Entwicklung in 14 chronologisch aufgebauten Kapiteln dargestellt. Der Ausstellungsbogen reicht von der frühen Freilichtmalerei und Bilder stiller Arbeit der 1870er und 1880er Jahre über Szenen des modernen Freizeitvergnügens um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis zu Auftragsporträts und Selbstbildnissen aus der Zeit der Weimarer Republik. Die Ausstellung endet mit dem fulminanten Alterswerk der späten Gartenbilder, die Max Liebermann zwischen 1910 und 1933 in über 200 Varianten schuf.

Als langjähriger Präsident der Berliner Secession und danach der Preußischen Akademie der Künste gehörte Liebermann zu den einflussreichsten Förderern der Moderne im Berlin des Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Nachhaltig beeindruckt von den Altniederländern und angezogen von der Schule von Barbizon, mit einer Vorliebe für die französischen Impressionisten, die er persönlich sammelte, hat Liebermann ein stilistisch und thematisch vielfältiges Werk geschaffen.

An der Ausstellung beteiligen sich über 50 öffentliche und private Leihgeber aus Deutschland und dem Ausland.

Der Liebermann-Garten auf dem Dach der Bundeskunsthalle
21. April bis 11. September 2011

Max Liebermann bezog 1910 sein Sommerhaus am Berliner Wannsee, dessen Gartenanlage er zusammen mit seinem Freund Alfred Lichtwark, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, minutiös durchgeplant hatte. In den darauf folgenden Jahren hielt Liebermann dieses kleine private Refugium in über 200 Werken aus immer neuen Blickwinkeln fest. Den drei formal gestalteten Heckengärten kam in der Gesamtkonzeption des Gartens eine zentrale Rolle zu, aber auch Birkenweg, Blumenterrasse, Teepavillon und Nutzgarten fügten sich harmonisch in Liebermanns Gartenparadies am Wannsee ein.

Auf dem Dach der Bundeskunsthalle werden die drei Hauptelemente des Wannseegartens – die Heckengärten, die Birkenallee und der Blumengarten – in freier Anordnung phantasievoll zitiert. Auch die Blickachsen des Originalgartens lassen sich nachvollziehen. So erleben Sie, ergänzend zur Ausstellung und diese erweiternd, auf dem Dach der Bundeskunsthalle mit spektakulärem Rundumblick ein temporäres Ensemble, das einen der schönsten Künstlergärten in Deutschland nachempfindet.

Medienkonferenz: Mittwoch, 20. April 2011, 11 Uhr

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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