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Die Fondation Beyeler, Riehen/Basel.

Die Fondation Beyeler blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jubiläumsjahr 2007 zurück. Über 3 Millionen Besucher seit der Eröffnung 1997 konnten im vergangenen Oktober gezählt werden. 2007 kamen insgesamt 389’385 Besucherinnen und Besucher, 49’655 (14,6) Prozent) mehr als im Vorjahr, nach Riehen in das Museum. Die Fondation zeigte drei grosse Sonderausstellungen – »Eros in der Kunst der Moderne« (91’510 Besucher, bis 18. Februar 2007), »Edvard Munch. Zeichen der Moderne« (199’428 Besucher) und »Die andere Sammlung. Hommage an Hildy und Ernst Beyeler« (154’444 Besucher) – sowie die in Fachkreisen sehr beachtete 12. Präsentation der Rothko Rooms: »Mark Rothko und Barnett Newman: The Sublime is Now!«.

Das neue Jahr beginnt für die Fondation Beyeler mit einem Führungswechsel. Samuel Keller steht der Kunstinstitution von internationalem Rang seit wenigen Tagen als neuer Direktor vor. Er ist mit dem erklärten Ziel angetreten, unter seiner Ägide das Erreichte zu sichern. Im Zeichen der Kontinuität liegen die Schwerpunkte denn auch auf den klassischen Museumsaufgaben, den Ausstellungsaktivitäten auf höchstem qualitativem Niveau, verbunden mit einer Sammlungstätigkeit, die sowohl die Konservierung der hochkarätigen Sammlung Beyeler als auch wissenschaftliche Forschung umfasst.

Die Beyeler Museum AG, durch die das Museum seit letztem Jahr betrieben wird, steht auf einer stabilen finanziellen Basis. Allein mit den Eintrittserlösen konnte 2007 ein Ertrag von 5,5 Millionen CHF erwirtschaftet werden. Unterstützung erfährt die Fondation auch durch die erfolgreiche Kooperation mit dem Staat und der Wirtschaft. So konnten die Subventionen des Kantons Basel-Stadt und der Gemeinde Riehen im vergangenen Jahr für weitere 4 Jahre gesichert werden. Die Fondation Beyeler zählt zehn Partner aus der Privatwirtschaft zu ihren Sponsoren, wobei Bayer und die BNP Paribas 2007 neu dazugekommen sind. Der Ertrag aus dem Sponsoring beläuft sich zurzeit auf 2,3 Millionen CHF. Besonders hervorzuheben ist das Mäzenat des Stiftungrats Hansjörg Wyss, dessen Foundation eine Zuwendung von jährlich 1,5 Millionen CHF zugesagt hat, um die Weiterführung des Museums- und Ausstellungsbetriebs auf dem bisherigen Niveau zu sichern. Das Betriebsdefizit wird durch die Zuwendungen der Hansjörg Wyss Foundation und der Beyeler Stiftung getragen. Ein aktiver Förderverein, der Freundeskreis der Fondation Beyeler, unterstützt das Museum zudem mit namhaften Beiträgen.

Die Kunstvermittlung konnte im abgelaufenen Jahr weiter ausgebaut werden. Insgesamt fanden 1735 Führungen statt. Die Internationalität des Privatmuseums wird nicht nur durch die jeweils für Sonderausstellungen aus aller Welt angereisten Leihgaben, sondern auch durch die von überall her eintreffenden Anfragen nach Werken aus der eigenen Sammlung unterstrichen. Unter den Museen, an die in diesem Jahr Werke ausgeliehen werden, befinden sich so bedeutende wie das Metropolitan Museum of Art in New York, der Louvre in Paris, die Tate in London, das Louisiana Museum in Humblebæk, die National Gallery in Canberra, das Puschkin-Museum in Moskau, die Hamburger Kunsthalle, die Staatsgalerie Stuttgart, das Moderna Museet in Stockholm sowie das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid.

Das Jahresprogramm 2008 weist wiederum drei Sonderausstellungen von höchster Qualität auf, für die Leihgaben aus bekannten Museen im In- und Ausland sowie aus namhaften Privatsammlungen gewonnen werden konnten. Die eigens für die Fondation Beyeler konzipierten Ausstellungen werden ihr zweifellos erneut einen der vorderen Plätze im internationalen Ausstellungsgeschehen bescheren. Ende Januar eröffnet mit »Action Painting« (27.1.–12.5.2008) eine Schau, die sich mit rund einhundert Werken dem Phänomen der abstrakten gestischen Malerei widmet, welches sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa und Amerika etablierte. Im Sommer folgt mit »Fernand Léger. Paris – New York« (1.6.–7.9.2008) eine grosse Ausstellung zu einem der Hauptkünstler der Sammlung Beyeler und der klassischen Moderne überhaupt, die als erste auf die amerikanische Dimension in Légers Schaffen eingeht. Die umfangreiche Sonderausstellung »Mythos Venedig. Canaletto, Turner, Monet«. (28.9.2008–25.1.2009) zeigt Bilder der Lagunenstadt von zehn Künstlern, die der Entwicklung der Moderne wichtige Impulse verliehen haben.

Text: Fondation Beyeler, Riehen/Basel

Link: www.beyeler.com

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