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Filmabend in der Ausstellung “Edvard Munch. Der moderne Blick”
Dienstag, 24. April 2012, 20 Uhr
Schirn Kunsthalle Frankfurt, Eintritt frei, ohne Anmeldung
Zur Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ präsentiert die Schirn im Rahmen eines Filmabends eine Auswahl selten gezeigter Filme aus den 1890er- bis 1910er-Jahren, die Munch gesehen haben könnte. Regelmäßige Kinobesuche gehörten zum Freizeitprogramm des norwegischen Malers; viele Motive des zeitgenössischen Kinos wie sich bewegende Menschenmassen oder ein auf das Publikum zukommendes Pferd hatten unmittelbare Wirkung auf sein künstlerisches Schaffen. Das Spektrum der von Dr. Henning Engelke ausgewählten und kommentierten Filme reicht von den Gebrüdern Lumière, dem Filmkünstler Georges Méliès bis zu Stummfilmstars wie Asta Nielsen und Charlie Chaplin.
Dr. Henning Engelke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Von 1999-2003 war Engelke Volontär und anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Filmmuseum, Frankfurt. Er verfasste zahlreiche filmtheoretische und filmgeschichtliche Publikationen, u. a. zum ethnographischen Film, zum deutschen Nachkriegsfilm, zur Filmavantgarde und zur zeitgenössischen Fotografie.
DIE AUSSTELLUNG „Edvard Munch. Der moderne Blick“ (9. Februar – 28. Mai 2012)
Edvard Munch (1863–1944) wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris entstandene Ausstellung bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen: Edvard Munch war ganz und gar modern – so die These dieser rund 130 Werke umfassenden Schau, die das wenig erforschte Spätwerk in den Vordergrund stellt und beweist, dass Munch auch ein Künstler des 20. Jahrhunderts war. Im Zentrum wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder der intimen Theaterbühne stehen. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier sind zwei Kapitel Munchs eigener fotografischer und filmischer Produktion gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in Originalabzügen sowie vier Filme Munchs.
ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt. DATUM: 24. April 2012, 20 Uhr. EINTRITT: frei, keine Anmeldung. INFORMATION: www.schirn.de, E-Mail: welcome@schirn.de, Telefon: (+49-69) 29 98 82-0
