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News Kunst & Kultur

Kunsthalle Bremen: Ausstellungsprogramm 2012/2013

14.03. bis 13.05.2012
Dürer-Zeit: Die Geschichte der Dürer-Sammlung in der Kunsthalle Bremen

Bis zum Zweiten Weltkrieg besaß das Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen eine der bedeutendsten Sammlungen von Zeichnungen und Wasserfarbenblättern Albrecht Dürers. Weitgehend bekannt ist, dass zahlreiche Werke durch die Kriegsauslagerung 1945 verloren gingen. Weniger bekannt ist allerdings, dass viele Blätter – noch in jüngster Zeit – auf zum Teil abenteuerlichen Wegen zur Kunsthalle Bremen zurückkehrten. Die Ausstellung rekonstruiert die Sammlung und glänzt dabei sowohl mit Originalen als auch mit hervorragenden Faksimiles der noch verschollenen Werke. Die rund 50 Blätter sind in allen, von Dürer meisterhaft beherrschten zeichnerischen Techniken ausgeführt; die Bildinhalte reichen von religiösen und historischen Themen über Tier- und Pflanzenstudien bis hin zu den damals neuen Bildgattungen Bildnis, Selbstbildnis und Landschaft.

25.03. bis 28.05.2012
TanzKunst: Von der klassischen Ballerina zum Lichtballett

Der Tanz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein bevorzugtes Thema der bildenden Kunst. Ausgehend von der Metropole Paris erfasste die Tanzbegeisterung ganz Europa: Als Inbegriff von Modernität faszinierte der Tanz die Künstler und forderte sie heraus, Bewegung sichtbar zu machen. Das vielfältige Spektrum der Tänze inspirierte Künstler wie Edgar Degas, Auguste Rodin, August Macke und Max Beckmann. Aber wie veranschaulichen die Künstler die flüchtige Aktion der Tanzenden im Raum? Wie übersetzen sie Rhythmus und Dynamik? Um 1900 waren es vor allem spannungsvolle Kompositionen, schneller Strich und exaltierte Posen, mit denen sie in statischen Medien Bewegung suggerierten. Der Zero-Künstler Günther Uecker versetzte dagegen seine Skulptur New York Dancer III tatsächlich in heftige Rotation, während bei Otto Pienes Lichtballett wenig später immaterielle Lichter und Schatten tanzen.

25.03. bis 28.05.2012
Bernhard Johannes Blume: Die Brett-Bilder

In den 1980er Jahren schuf Bernhard Johannes Blume (1937–2011) zahlreiche Bilder, die er aus alten Möbelbrettern schuf. Sie sind mit ironischen Schriftzeichen versehen und verweisen auf seinen philosophisch-humorvollen Umgang mit dem metaphysischen und religiösen Erbe des Abendlandes. Das Konvolut der Brett-Bilder wurde der Kunsthalle Bremen kurz vor dem Tod von Bernhard Johannes Blume geschenkt – und wird zum ersten Mal vollständig ausgestellt.

17.05. bis 30.09.2012
Heinrich Vogelers Entwurfszeichnungen zur Güldenkammer im Bremer Rathaus

Die Güldenkammer im Bremer Rathaus ist ein einzigartiges Kleinod. Diesen prachtvollen Raum aus dem späten 16. Jahrhundert gestaltete Heinrich Vogeler in den Jahren 1904 bis 1905 vollständig neu. Von den Türgriffen über das Kamingitter und die Leuchter bis hin zur vergoldeten Ledertapete – alle Details formte Vogeler konsequent mit den verschlungenen Zierformen des Jugendstils zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk.
Den Auftrag zur Neugestaltung der Güldenkammer erhielt er auf Empfehlung des damaligen Direktors der Kunsthalle Bremen, Gustav Pauli. Aus Dankbarkeit für diese Unterstützung schenkte Vogeler der Kunsthalle anschließend einen Großteil seiner Entwürfe zu diesem Projekt. Eine Auswahl dieser fantasievollen, präzisen Zeichnungen zeigt die Kunsthalle parallel zu den Sonderausstellungen in Worpswede, die aus Anlass des 70. Todestages Vogelers sein vielfältiges Gesamtwerk vom Jugendstil bis zum sozialistischen Realismus vorstellen.

02.06. bis 19.08.2012
Lynn Hershman Leeson. 4. dam digital art award [ddaa] 2010/11

Der 2005 initiierte dam digital art award [ddaa], ehemals d.velop digital art award, ehrt die wichtigsten Künstler der digitalen Kunst für ihr Lebenswerk oder eine bedeutende Werkgruppe. Nach Vera Molnar, Manfred Mohr und Norman White wird nun die Pionierarbeit der amerikanischen Künstlerin Lynn Hershman Leeson mit einer Ausstellung in der Kunsthalle Bremen gewürdigt.
Lynn Hershman Leeson (geb. 1941) gehört seit den 70er Jahren zu den führenden KünstlerInnen der Medienkunst. Auf der Basis der visuellen Künste, des Films und der populären Kultur setzt sie sich seit 40 Jahren mit Identität, Erinnerung und Geschichte auseinander. Sie erkundet Themen, die im Zusammenhang mit Konsum, Privatsphäre, Überwachung und persönlicher Macht erwachsen und bezieht hierbei konsequent den Zuschauer als einen aktiven Teilnehmer in das Kunstwerk ein. Hershman Leeson verwendet hierfür die ständig weiterentwickelten digitalen Technologien und gibt wiederholt entscheidende Impulse für feministische Diskurse. Sie ist verantwortlich für eine Reihe technologischer Innovationen, wie z. B. Lorna (1979–1983), das erste interaktive Kunstwerk auf einer Videodisk oder Deep Contact: The Sexual Fantasy Videodisk (1984–86), das erste Kunstwerk, bei dem Sensorbildschirme verwendet wurden. Für ihre Pionierarbeit im Bereich der interaktiven, Computer- und Internet-basierten Medienkunst erhielt sie 2010 den dam digital art award.

02.06. bis 26.08.2012
Kunst auf Papier (nicht nur) für Kinder

Malen und Zeichnen auf Papier kennt jedes Kind. Was liegt näher, als Kindern die Welt der grafischen Kunst nahe zu bringen? Im Rahmen ihres Bildungsprojektes Kunst auf Papier (nicht nur) für Kinder präsentiert die Kunsthalle Bremen herausragende Blätter aus ihrer grafischen Sammlung – von Dürer und Rembrandt über Manet und Matisse bis Warhol und Hockney. Gleichzeitig lernen Kinder und Erwachsene komplizierte Techniken wie Radierung, Holzschnitt oder Lithografie kennen.
Kunst auf Papier (nicht nur) für Kinder steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

23.06. bis 26.08.2012 (EG Ost und Große Galerie)
23.06. bis 23.09.2012 (EG West)
Die Sammlung: 1945 bis heute (Arbeitstitel)

2011 eröffnete die erweiterte Kunsthalle mit einem Überblick über 600 Jahre Kunstgeschichte. Im Sommer dieses Jahres werden erstmals die reichen Bestände der Sammlung nach 1945 im gesamten Erdgeschoss präsentiert. Die Ausstellung konfrontiert alte Bekannte mit selten gesehenen Werken und verbindet somit bewegte Nachkriegsgeschichte mit der markanten Sammlungsgeschichte des Hauses. Thematische Räume erlauben einen neuen Blick auf die Kunst des letzen halben Jahrhunderts, während atmosphärische Einzelpräsentationen intensive Erlebnisse vermitteln. Die Präsentation enthält zahlreiche Neuerwerbungen, von denen viele noch nicht in der Kunsthalle ausgestellt wurden.

05.09. bis 25.11.2012
Wolfgang Wagner-Kutschker
Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen

1971 auf Initiative einer Gruppe von Mitgliedern des Kunstvereins gegründet, unterstützen die nun rund 150 Mitglieder des Förderkreises seit über 40 Jahren jährlich eine Ausstellung der Kunsthalle Bremen. Der Förderkreis setzt sich außerdem für Ankäufe von Gegenwartskunst ein und fühlt sich damit einer alten bremischen Tradition verpflichtet, durch Privatinitiative Anliegen des kulturellen Lebens dieser Stadt zu fördern.

16.09. bis 16.12.2012
Der Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2012

Der Kunstpreis der Böttcherstraße ist einer der ältesten und renommiertesten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Alle zwei Jahre wird er vergeben – 2012 bereits zum 43. Mal.
Zehn Kuratoren nominieren zehn Künstler aus dem deutschen Sprachraum, die ihre Werke vom 16. September bis 16. Dezember 2012 in der Kunsthalle Bremen präsentieren. Aus diesen Arbeiten wählt eine fünfköpfige Jury den diesjährigen Preisträger aus. Dazu erscheint ein begleitender Katalog.
Unter den bisherigen Preisträgern finden sich zahlreiche Namen, die aus der zeitgenössischen Kunstszene nicht mehr wegzudenken sind, wie Wolfgang Tillmans, Olafur Eliasson, Tino Sehgal oder Thea Djordjadze. Das Auswahlverfahren für den diesjährigen Wettbewerb läuft bereits – die Spannung steigt.

20.10.2012 bis 17.02.2013
Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949-1970

Friedensreich Hundertwasser ist einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts, der aber auch oft missverstanden und unterschätzt wird. Die Ausstellung Friedensreich Hundertwasser: Gegen den Strich. Werke 1949–1970 wirft einen frischen Blick auf das frühe und klassische Werk des Künstlers von den 1940ern bis zu den frühen 70er Jahren. Präsentiert wird eine beeindruckende Auswahl von Meisterwerken, darunter wenig bekannte Bilder aus Museen und Sammlungen in Europa, Amerika und Japan. Die Ausstellung, die Hundertwasser als wichtiges Mitglied der internationalen Avantgarde zeigt, eröffnet neue Perspektiven auf sein Werk, das heute relevanter als jemals erscheint. Hundertwassers radikale politische Position und Vorreiterstellung als ökologischer Aktivist werden durch seine Performances und Manifeste dieser Jahre dokumentiert und in Bezug zu seinem malerischen Werk gestellt, das die pflanzliche wie animistische Macht der Natur, Kreativität wie individuelle Ausdruckskraft feiert.

Stand: Januar 2012 | Änderungen vorbehalten

Kunsthalle Bremen

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Sonntag, 19. Mai 2013

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