Mittwoch, 19. Juni 2013

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Podiumsgespräch «Kunst als Ideenreservoir» in der Fondation Beyeler

Donnerstag, 23. August, 19.30 – 21.00 Uhr

Der Künstler Jeff Koons lässt sich von der Konsumkultur inspirieren, greift auf ihre Erzeugnisse und auf Schlüsselreize der Werbung zurück. Finn Canonica (Chefredaktor, DAS MAGAZIN) spricht mit hochkarätigen Gästen über das Spannungsfeld zwischen Kunst und Marketingkommunikation.

Die Verbindung zwischen Kunst und Konsumkultur beschäftigen Künstler, Kritiker und Betrachter bereits seit dem 19. Jahrhundert. Die Plakate von Henri de Toulouse-Lautrec gelten als Meilenstein der Werbung. Marcel Duchamp veranschaulichte 1917 mit seinem Ready-made Fontaine, wie sich die gesellschaftliche Bedeutung von Alltagsgegenständen verändern kann. Strömungen und Einflüsse der Kunst haben die Konsumkultur bis heute geprägt.

Anlässlich der grossen Sommerausstellung «Jeff Koons» realisiert die Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit dem Art Directors Club Schweiz ein Podiumsgespräch unter der Gesprächsleitung von Finn Canonica. Er diskutiert mit seinen Gästen, woher das grosse Interesse der Werbe- und Modewelt an der Kunst eigentlich kommt, warum sich heute die Marken- und Warenwelt mit der Kunstwelt gerne assoziieren lässt, ob die Werbung manchmal auch Kunst sein kann, unter welchen Bedingungen Kollaborationen zwischen Luxusherstellern und Künstlern funktionieren oder was die Idee eines Künstlers von einer Idee eines Werbers unterscheidet. Am Podium nehmen teil:

Christian Boros, seit 1990 Inhaber einer Kommunikationsagentur in Berlin, sammelt seit zwanzig Jahren Kunst. Seine Sammlung umfasst 700 Arbeiten zeitgenössischer Kunst und ist in Berlin-Mitte seit Juni 2008 der Öffentlichkeit zugänglich.

Liam Gillick, renommierter britische Künstler, kombiniert Elemente des Grafikdesigns und Material aus der Massenproduktion. Er wurde international bekannt durch seine vielfarbigen Regalkonstruktionen. Seine Objekte sind in den grossen Museen auf der ganzen Welt zu sehen. In der Schweiz war sein Werk letztmals im Frühjahr 2012 in Zürich ausgestellt.

Michelle Nicole, Kunsthistorikerin und Inhaberin einer Werbeagentur in Zürich, arbeitet als Kuratorin für zeitgenössische Kunst und ist als Journalistin für verschiedene deutschsprachige Medien tätig. Die beiden Welten von Kunst und Werbung miteinander zu verbinden, ist wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Hans-Ulrich Schweizer, Ehrenmitglied Art Directors Club Schweiz und Präsident von Haus Konstruktiv in Zürich, war als Werbetexter, Kreativ-Direktor und CEO einer grossen Werbeagentur tätig. Er wurde als Werber des Jahres ausgezeichnet und gilt als eine prägende Figur der Kommunikationsbranche.

Beat Wyss, renommierter Kunsthistoriker, ist Autor zahlreicher Publikationen über Neue Medien und die Medienwirksamkeit in der Kunst. Er lehrt an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Kunstwissenschaft und Medientheorie.

Durch das Gespräch führt Finn Canonica. Er ist Chefredaktor des Magazins, der Samstagsbeilage von Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, Bund und Berner Zeitung. Er begann seine journalistische Laufbahn bei der Weltwoche, bevor er als Reporter mit Schwerpunktthemen Kultur und Gesellschaft zum Magazin wechselte.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Eintrittspreis
Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen und berichtigt zur Teilnahme am Podiumsgespräch. Tickets sind erhältlich an der Museumskasse und online unter: www.fondationbeyeler.ch

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