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Warhol und die Pop Art – Vortrag zum Abschluss der MMK-Ausstellung
Seine Begeisterung für Comics und Kinofilme entwickelte Andy Warhol bereits als Kind. Nach einem Studium in Malerei und Design arbeitete er als Werbegrafiker in New York. Obwohl überaus erfolgreich, kehrte er der Werbewirtschaft Ende der 1950er Jahre den Rücken und konzentrierte sich ganz auf seine Kunst. Den mit dieser persönlichen Entwicklung einhergehenden Werken widmet sich der Kunsthistoriker Michael Lobel in seinem Vortrag „Warhol and the Emergence of Pop Art“ am Dienstag, 8. Mai, um 18 Uhr im MMK Museum für Moderne Kunst. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Warhol: Headlines“ statt, die noch bis zum 13. Mai im MMK zu sehen ist.
Warhols Kunst ist stark durch seine Faszination für die Welt der Printmedien sowie seiner Tätigkeit als Werbegrafiker geprägt. Der Vortrag geht insbesondere auf Warhols Übergang von der Tätigkeit in der Werbebranche zu einem der bekanntesten Vertreter der Pop Art in den 1960er Jahren ein. Einen Fokus wird Lobel dabei auch auf die technischen Verfahren in Warhols Kunstpraxis legen: beginnend mit der für Werbeanzeigen charakteristischen Technik der gepunkteten Umrisslinien bis hin zu dem von Warhol perfektionieren Siebdruckverfahren zur Produktion von großformatigen Gemälden.
Mit „Warhol: Headlines” präsentiert das MMK noch bis zum 13. Mai 2012 eine Ausstellung, die erstmals alle Arbeiten Andy Warhols vereint, in denen er sich mit Massenmedien auseinandersetzt. Die Highlights der Ausstellung sind die weltweit einzigen vier von Andy Warhol noch handgemalten Bilder aus der Serie der „Headlines“, von denen sich eines, “Daily News” (1962), in der Sammlung des MMK befindet. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Zeichnungen, Skizzen und Quellenmaterialien zu sehen, die zum ersten Mal überhaupt präsentiert werden und das Frühwerk des Künstlers neu beleuchten.
Michael Lobel
Michael Lobel ist Dozent für Kunstgeschichte und Leiter des “MA Program in Modern and Contemporary Art, Criticism and Theory” am Purchase College der State University of New York. Den Schwerpunkt seiner Forschung bildet Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Er publizierte zahlreiche Bücher, unter anderem Image Duplicator: Roy Lichtenstein and the Emergence of Pop Art und James Rosenquist: Pop Art, Politics and History in the 1960s zum Thema Pop Art. Weiterhin veröffentlichte er diverse Beiträge in Ausstellungskatalogen sowie verschiedenen renommierten Kunstzeitschriften.
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Der Eintritt ist frei.
MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt
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