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„Zwischen den Zeilen“ – Lesung mit Johannes Kühn in der Ausstellung „Kienholz. Die Zeichen der Zeit“

Mittwoch, 11. Januar 2012, 20 Uhr
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €, Abendkasse, kein Vorverkauf
Anmeldung erforderlich: Tel. 069-29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de

Im Rahmen der Ausstellung „Kienholz. Die Zeichen der Zeit“ lädt die Schirn Kunsthalle am Mittwoch, den 11. Januar 2012, ab 20 Uhr zur Lesung „Zwischen den Zeilen“ ein. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt verbindet eine Führung zu ausgewählten Arbeiten von Edward und Nancy Kienholz mit einer Lesung aus literarischen Texten und Zeitungsartikeln mit dem Schauspieler Johannes Kühn. So trifft „The Pool Hall“ auf Eve Enslers „Vagina Monologe“ oder „My Country ?Tis of Thee“ auf Allen Ginsbergs „Howl“. Dieses Zusammentreffen von Texten und Kunstwerken eröffnet vielfältige Bedeutungsebenen, schärft und provoziert den Blick – die Ausstellung wird in einem erweiterten Kontext erlebt.

Johannes Kühn, 1981 in Görlitz geboren, ist seit 2010 Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Er absolvierte eine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und studierte Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin. Er spielte unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an der Schaubühne und am Deutschen Theater in Berlin sowie am Deutschen Nationaltheater in Weimar. Auch stand er bereits für verschiedene Filmrollen vor der Kamera. Aktuell ist Johannes Kühn am Schauspiel Frankfurt in „Die andere Seite“ und „Hamlet, Prinz von Dänemark“ zu sehen und tritt als Sänger der Band Hermann’s Zebra auf.

DIE AUSSTELLUNG „KIENHOLZ. DIE ZEICHEN DER ZEIT“
Rebellisch, provokant und polarisierend hat das Kienholz’sche Œuvre seit seinen Anfängen Mitte der 1950er-Jahre stets großes Aufsehen erregt: zunächst die Werke von Edward Kienholz (1927–1994) allein, später, ab 1972, die gemeinschaftlichen Projekte mit seiner Frau Nancy Reddin Kienholz. Kaum verwunderlich, stehen doch Religion, Krieg, Tod, Sex und die abgründigeren Seiten der Gesellschaft mit ihren sozialen Konflikten im Zentrum der Arbeit. Mit Themen wie der sexuellen Ausbeutung der Frau in der Prostitution, der Rolle der Medien oder den Auswirkungen von ethnischen Konflikten legen sie den Finger auf Bruchstellen der westlichen Gesellschaften, die bis heute kaum gekittet worden sind und dem Werk Aktualität verleihen. Eine Zeitgenossenschaft behaupten jedoch nicht allein die Themen, heute sehen wir Kienholz vor allem auch als Vorläufer zentraler Tendenzen der zeitgenössischen Kunst. Die Ausstellung in der Schirn zeigt in einer komplexen Zusammenschau bis zum 29. Januar 2012 die Essenz des Kienholz’schen Werks: von den ersten dreidimensionalen Arbeiten kleineren Formats über die konzeptuellen Werke bis zu den raumfüllenden Tableaus.

ORT: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, D-60311 Frankfurt. DATUM: Mittwoch, 11. Januar 2012, 20.00 Uhr. GEBÜHR: 7 €, ermäßigt 5 €, inkl. Eintritt in die Ausstellung, Abendkasse, kein Vorverkauf. ANMELDUNG: Tel. 069-29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de. INFORMATION: www.schirn.de, welcome@schirn.de

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