Picasso - Die Kraft der Linie
13. Mai - 29. August 2010
Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Das grafische Schaffen von Pablo Picasso wird an Hand von 100 ausgewählten Beispielen aus dem Graphikmuseum Pablo Picasso Münster vom 13. Mai bis 29. August 2010 im Horst-Janssen-Museum in den Mittelpunkt gestellt. Kein zweiter Künstler verkörpert auf eine derartig umfassende und beeindruckende Weise das 20. Jahrhundert wie Picasso mit seinen Werken.
Aus der bekannten *Suite Vollard*, die insgesamt hundert Blätter umfasst und die Picassos Kunsthändler Ambroise Vollard 1937 zusammengestellt hat, werden 30 exemplarische Radierungen gezeigt. Dr. Jutta Moster-Hoos, wissenschaftliche Leiterin “Diese Radierungen lassen die Hauptthemen, die Picassos Kunst beherrschen, aufscheinen: Das Thema der Kunstbetrachtung, Atelierszenen mit Maler oder Bildhauer und Modell, Picassos Selbstverständnis als Künstler, seine Inspiration durch die Antike und mythologische Figuren, allen voran der Minotaurus als Alter Ego Picassos.”
In technischer Hinsicht wird ein weiter Bogen gespannt von sparsamen Kaltnadelblättern, die rein aus der Konturlinie aufgebaut sind, über virtuos ausgearbeitete Radierungen bis hin zu malerischen Aquatinta-Arbeiten.
Ab der Mitte der 40er Jahre wendet sich Picasso der Lithografie und ihren spezifischen Möglichkeiten zu. Dr. Friedrich Scheele, Museumsdirektor: “Aus der Sammlung Huizinga, die im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster beherbergt ist, zeigt das Horst-Janssen-Museum ca. 70 dieser zum Teil großformatigen Steindrucke.”
Frauenporträts, Stillleben, Tierdarstellungen und Stierkampfszenen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Françoise Gilot, die Picasso im Mai 1943 kennenlernt, wird zum bevorzugten Modell dieser Lithografien. Picasso nutzt die Technik vor allem, um Bildthemen immer wieder zu variieren und in unterschiedlichen Zustandsdrucken festzuhalten. Dabei kann der Betrachter leicht verfolgen, wie der Künstler vom realistisch anmutenden Gegenstand abstrahiert, bis er zu chiffreartigen Bildverdichtungen kommt. Selbstverständlich sind auch die farbigen Porträts von Françoise Gilot und anderen Frauen vertreten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 16,80 Euro. Es gibt ein umfangreiches und abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit u. a. dem Theaterabend *Picassos Frauen*, Führungen, museumspädagogischen Angeboten, kulinarischen Abenden, einem Vortrag zu Leben und Werk sowie einer Picasso-Nacht mit Programm von 20 bis 24 Uhr. Ausführliche Informationen zum Rahmenprogramm sind auch unter www.horst-janssen-museum.de zu finden.
Die Ausstellung “Picasso - Die Kraft der Linie” wird gefördert von der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, der Stiftung der Oldenburgischen Landesbank, der Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg und der Stiftung Niedersachen.
Eröffnung: 12. Mai 2010
Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4 - 8, 26121 Oldenburg
www.horst-janssen-museum.de
Öffnungszeiten: Di - So 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: 5,00 € / 3,00 € (ermäßigt).
Gruppenführung: 45,00 € zzgl. 3,00 € p.P. (Gruppe bis 20 Personen)
Medienmitteilung
Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Stichwörter / Tags: Horst-Janssen-Museum Oldenburg, Oldenburg, Pablo Picasso
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