Keith Haring: 1978–1982. Die frühen experimentellen Jahre
28. Mai – 19. September 2010
Kunsthalle Wien
The public has a right to art. Art is for everybody
Keith Haring

Keith Haring | Untitled, 1978 | © Keith Haring Foundation
Keith Haring zählt zu den einflussreichsten und populärsten Künstlern der Welt. Zwanzig Jahre nach seinem Tod präsentiert die Kunsthalle Wien eine Personale mit seinem selten gezeigten Frühwerk, das in den Jahren 1978-1982 entstanden ist. Es ist die Zeit, in der Keith Haring von Pennsylvania nach New York City umzog und vom Kunststudenten zum internationalen Pop-Art-Star aufstieg. Die dynamische Kultur der Stadt und das Eintauchen in die Underground-Kunstszene inspirierten und formten Keith Harings künstlerische Sprache, sein politisches und soziales Bewusstsein und seine offen gelebte Homosexualität.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien widmet sich der frühen experimentellen Schaffensperiode von Keith Haring. An der School of Visual Arts in New York City entwickelte er eine produktive Studiopraxis und begann mit seinen künstlerischen Interventionen im urbanen Raum, die ihn berühmt machten. Er war Teil einer Kunstszene außerhalb des institutionalisierten Kunstsystems und befreundete sich schnell mit Jean-Michel Basquiat und Kenny Scharf, ebenso wie mit den innovativsten Musikern, Performance- und Graffiti-Künstlern jener Zeit.
Mit Schwerpunkt auf Papierarbeiten und Videos, den beiden dominierenden Medien im Frühwerk Keith Harings, fokussiert die Ausstellung auf Aspekte, die bisher im Schaffen des Künstlers ungenügend Beachtung gefunden haben: Keith Haring als Denker und Organisator und den hochgradig experimentellen und performativen Charakter seiner künstlerischen Praxis. Beleuchtet wird die Entwicklung von Keith Harings visuellem Vokabular, seine Einflüsse von Jean Dubuffet, Pierre Alechinsky, Jackson Pollock und Henri Matisse bis zu William Burroughs sowie Dr. Seuss und Walt Disney; seine ikonografischen Erfindungen von rhythmisierten geometrischen all-over Formen bis hin zu Comic inspirierten enigmatischen narrativen Darstellungen und humorvollen homoerotischen Bildtafeln.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien beinhaltet Zeichnungen und Skizzenbücher, Videos, Flyer, Poster, Fotografien und U-Bahn-Zeichnungen sowie Wortcollagen, Texte und Tagebücher. Sie gibt Einblick in einen vielschichtigen künstlerischen Reifungsprozess und zeigt Keith Haring als Philosophen und unermüdlichen Initiator von künstlerischen und politischen Aktivitäten, die den kollaborativen Geist seiner Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern spiegeln, aber auch sein Interesse an interdisziplinären ästhetischen Strategien und den pulsierende Zeitgeist der damaligen New Yorker Kunstszene.
Keith Haring geboren am 4. Mai 1958 in Reading, Pennsylvania lebte und arbeitete in New York, wo er am 16. Februar 1990 an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung starb.
Keith Haring: 1978 - 1982 ist eine Kooperation von Kunsthalle Wien und Contemporary Arts Center, Cincinnati, wo die Ausstellung 2011 zu sehen sein wird.
Kuratorin: Raphaela Platow (Direktorin und Hauptkuratorin des Contemporary Arts Center, Cincinnati).
Kuratorische Mitarbeit Kunsthalle Wien: Synne Genzmer.
Eröffnung: Donnerstag, 27. Mai 2010, 19 Uhr
Medienmitteilung
Kunsthalle Wien
Stichwörter / Tags: Österreich, Keith Haring, Kunsthalle Wien, Wien