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wechselausstellungen.de | 5. Juni 2010

Starke Köpfe. Porträt(s) des Kunsthistorischen Museums (INTERMEZZO 02)

1. Juni - 12. September 2010
Kunsthistorisches Museum | Wien

Die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums bergen Porträts von Menschen aus einem Zeitraum von mehreren tausend Jahren und aus verschiedenen antiken und nachantiken Kulturen. Viele dieser Objekte vermögen unsere Blicke nicht nur anzuziehen, sondern sie auch zu erwidern: Statt einfach vorzuliegen wie leblose Gegenstände, stehen sie uns gegenüber und blicken uns an. Die Ausstellung „Starke Köpfe“ bietet eine Gelegenheit, sich mit einigen von ihnen intensiv auseinanderzusetzen. Ergründet werden soll u. a., warum uns 4000 Jahre alte Köpfe aus Ägypten heute noch berühren, was römische Kaiser sich von ihren Bildnissen und deren Betrachtern erwarten durften oder welche Strategien Malerinnen und Maler der Neuzeit einsetzten, um ihr neuartiges soziales Selbstverständnis sinnfällig zur Geltung zu bringen. „Hinter all dem steht die Frage nach den grundlegenden Bestimmungen dessen, was wir Porträt nennen“, so Generaldirektorin Sabine Haag. „Dabei sollen sich unsere Besucherinnen und Besucher durchaus auch von den Werken überraschen lassen: Es werden in dieser Ausstellung Dinge gezeigt, die lebensähnlich aussehen, ohne deshalb schon Bildnisse zu sein, und es werden andere Dinge zu sehen sein, die keine Gesichter haben und dennoch in gewisser Weise als Porträts fungieren.“

In der Ausstellung wird eine nach zehn Themenschwerpunkten gegliederte Auswahl der ungewöhnlich reichen und vielschichtigen Porträtbestände des Kunsthistorischen Museums präsentiert. Hauptwerke der Malereigeschichte von Dürer, Parmigianino, Tizian, Velázquez, Rembrandt oder Rubens treffen mit selten gezeigten Depotstücken zusammen. Herausragende Skulpturen aus Ägypten, der griechischen und römischen Antike sowie der Neuzeit werden in neuartigen Zusammenhängen und Nachbarschaften gezeigt. Münzen und Medaillen, die über Jahrtausende von Hand zu Hand gewandert sind, prägten grundlegende Bestimmungen für das Porträt, denen in der Ausstellung nachgegangen wird.

Mit der Ausstellungsreihe INTERMEZZO präsentiert das Kunsthistorische Museum, parallel zu den Großausstellungen des Hauses, in einem Saal und zu einem Thema ausgewählte Kunstwerke aus den verschiedenen Sammlungen des Hauses. Damit soll eine andere Form des Sehens und Betrachtens ermöglicht werden, die im intimen Rahmen und in konzentrierter Form Wege vorzeichnet, um Augen aufgehen zu lassen. Erstmals wird eine Ausstellung im Rahmen der Reihe Intermezzo durch ein Team von Kuratoren aus den jeweiligen Sammlungen gestaltet.

Kuratorenteam des Kunsthistorischen Museums: Univ.-Doz. Dr. Michael Alram, Dr. Regina Hölzl, Dr. Manuela Laubenberger, Dr. Georg Plattner, Mag. Paulus Rainer, Dr. Gudrun Swoboda, Mag. Daniel Uchtmann, Dr. Heinz Winter

Medienmitteilung
Kunsthistorisches Museum

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