Mit der Ausstellung “Retour de Paris” kehrt die Sammlung ins Von der Heydt-Museum zurück
02.04.2010 - 01.08.2010
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Während bei uns die Monet-Ausstellung im Mittelpunkt stand, fanden Meisterwerke aus unserer Sammlung in den zurückliegenden Monaten immer wieder als Werbemotive Verbreitung: Mit dem Fuchs von Franz Marc warb das Sprengel Museum in Hannover für seine Ausstellung „Marc, Macke und Delaunay“ , Das „Selbstbildnis als Krankenpfleger“ von Max Beckmann wurde im Madrider Museum Thyssen-Bornemisza für die Ausstellung „1914. Die Avantgarde und der große Krieg“ publikumswirksam eingesetzt. Im Museé Marmottan Monet, Paris, wurden schließlich während unserer Monet-Schau 40 expressionistische Werke unseres Museums unter dem Titel „Fauves et Expressionnistes“ gezeigt. Das „Mädchen mit Pfingstrosen“ von Jawlensky war großformatig am Museumsgebäude zu sehen. Nun sind die Fauvisten und Expressionisten zurück, für die das Von der Heydt-Museum berühmt ist!
Ab dem 2. April ist wieder eine Auswahl hochkarätiger Werke aus eigenem Besitz zu sehen. Lag der Schwerpunkt der Sammlungspräsentation im zurückliegenden Jahr auf Werken des 19. Jahrhunderts, so erweist sich die aktuelle Neupräsentation nun für den Besucher als Zeitreise durch die Kunst des 20. Jahrhunderts. Die chronologische Hängung beginnt mit Cézanne, Gaugin und van Gogh. Es folgen die Fauvisten und deutschen Expressionisten. Nicht allein die Franzosen oder der ausgezeichnete Bestand an expressionistischer Malerei und Grafik machen aber den Ruhm der Von der Heydt-Sammlung aus. Gerade auch die Malerei, die zwischen den beiden Weltkriegen entstand, ist in einer Vielfältigkeit zu erleben, wie sie in keinem anderen Museum zu finden ist. Die Maler der neuen Sachlichkeit gehören dazu, darunter Otto Dix, Georg Scholz oder Heinrich Maria Davringhausen, die Gemälde aus dem Künstlerkreis der Kölner Progressiven genauso wie die verschiedenen Konzepte gegenstandsloser Kunst.
Im Shed-Saal wird die Malerei der fünfziger Jahre (Nay, Schumacher, Brüning) mit den vielen Variationen figurativer und abstrakter Malerei konfrontiert, die in der 2. Jahrhunderthälfte entstand. Klapheck, Robert Indiana, Warhol, Polke und Richter gehören hier zu den illustren Namen. Und es sind natürlich viele der großen, singulären Künstlerpersönlichkeiten, die sich jeder Kategorisierungen, entziehen: Max Beckmann steht für die erste Jahrhunderthälfte, Francis Bacon für die zweite, und weder auf die erste noch auf die zweite Jahrhunderthälfte lässt sich Picassos Oeuvre festlegen.
Die Sammlung ist auch im zurückliegenden Jahr erweitert worden. Erstmalig präsentieren wir das Gemälde von Otto Dix, “Wald am Morgen”, entstanden 1940 am Bodensee, wohin Dix, der unter den Nazis als “entarteter Künstler“ galt, sich ab 1936 zurückgezogen hatte. Das Gemälde wurde dem Museum erst kürzlich aus Privatbesitz geschenkt. Eine Auswahl von Arbeiten Otto Dix’ aus der grafischen Sammlung erweitert den Einblick in das Schaffen dieses engagierten Künstlers. Aber noch ein weiterer Schatz der grafischen Sammlung, der an andere Museen ausgeliehen war, ist wieder bei uns ausgestellt: die Aquarelle von Paul Klee.
Die erste Dekade des 21. Jahrhunderts spiegelt sich in weiteren Neuankäufen und Dauerleihgaben. Dazu gehören Stücke aus dem bereits im vergangenen Jahr gezeigten „Klaus Rinke-Block“, sowie die Künstler Daniel Behrendt, Daniel Lergon, Jan Albers und Thilo Baumgärtel. Bei der Heterogenität heutiger Kunst legitimiert sich das Konzept, die Sammlungserweiterung auf dem bereits im Museum vertretenen Richtungen von Figuration und Abstraktion aufbauen zu lassen.
Zur Neupräsentation erscheint ein neuer Publikumsführer!
Medienmitteilung
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Die Nutzung der Kommentierungsfunktion ist als Gast ohne Registrierung möglich. Nach Eingabe eines Nutzernamens und einer E-Mail-Adresse können Sie einen Kommentar hinterlassen.
Alternativ können Sie sich bei Disqus registrieren oder sich über Ihre Facebook-, Twitter-, Google-, Yahoo- oder OpenID-Accounts anmelden. blog comments powered by Disqus