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wechselausstellungen.de | 11. September 2009

Angelika Hoerle: Komet der Kölner Avantgarde

26. September 2009 – 17. Januar 2010
Museum Ludwig / Köln

Das Museum Ludwig zeigt das künstlerische Gesamtwerk von Angelika Hoerle, einer wichtigen Figur der Kölner Dada-Bewegung, die mit nur 23 Jahren starb. Die Ausstellung erforscht die künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen während der ersten Tage der Weimarer Republik. Vor allem aber eröffnet sie einen spannenden neuen Blick auf Kölns Kunstgeschichte aus der Perspektive einer jungen, politisch engagierten Künstlerin.

Die Kuratorin dieser Ausstellung, Angie Littlefield, eine Großnichte der Künstlergeschwister Angelika Fick Hoerle und Willy Fick, entdeckte 1967 in Ficks Gartenhäuschen in Köln-Vogelsang die Werke von Angelika Hoerle. Dort hatte sie ihr Bruder vor den Nationalsozialisten versteckt.

Trotz ihres kurzen Lebens hinterließ Angelika Hoerle ein vielversprechendes künstlerisches Erbe. Sie erlebte den Ersten Weltkrieg, die Novemberrevolution und Dada, die allesamt Einfluss auf sie ausgeübt haben, und entwickelte künstlerische Ausdrucksformen, die auf den Surrealismus und die Kölner Progressiven vorausweisen.

Angelika Hoerles Wohnung in Köln-Lindenthal, das „dadaheim“, diente als Versammlungsort für Kölner Dada-Künstler und beherbergte den Schloemilch Verlag, der Fiat Modes (eine Lithografien-Mappe) von Max Ernst und die internationale dadaistische Zeitschrift Die Schammade herausbrachte.Angelika Hoerle – eine Tageszeitung nannte sie die deutsche Meisterin des Dada – gehörte zu den Mitbegründern der Gruppe Stupid und war, gemeinsam mit ihrer besten Freundin Martha Hegemann, ein Sprachrohr der Frauen. Als sie mit 23 Jahren an Tuberkulose starb, beglich ihr Bruder, Willy Fick, die Mietschulden für die Wohnung, in der sie seit Herbst 1922 allein gelebt hatte; er wollte ihre Werke retten.

Die Ausstellung wurde von der Art Gallery of Ontario organisiert.

Pressegespräch: Freitag, 25. September, 11 Uhr (gemeinsam mit Leni Hoffmann, RGB)
Eröffnung: Freitag, 25. September, 20 Uhr (gemeinsam mit Leni Hoffmann, RGB)

Museum Ludwig

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