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wechselausstellungen.de | 23. Juni 2009

Body and Language - Zeitgenössische Fotografie aus der Albertina

18. Juni - 27. September 2009
Albertina / Wien

Elke Krystufek und Marie-Jo Lafontaine, Erwin Wurm, Helmut Newton, Gottfried Helnwein, Chuck Close und John Coplans stellen den Körper und seine soziale Bedeutung ins Zentrum ihrer Arbeiten.
Die Ausstellung Body and Language präsentiert ca. 80 Fotoarbeiten und ausgewählte Objekte aus den Beständen der Albertina.

Erwin Wurm geboren 1954, ist einer der profiliertesten österreichischen Gegenwartskünstler. Seine „Skulpturen“ liefern Szenarien einer absurden Begegnung des menschlichen Körpers mit einem Gegenstand. Erst in dieser Begegnung mit banalen Dingen wie Obst, Kleidungsstücken oder Verpackungsmaterial erlangt der eigene Körper ein Bewusstsein von sich. Es ist eine Begegnung von zwei Körpern, die augenscheinlich nicht füreinander geschaffen sind.

Gottfried Helnwein geboren 1948, publizierte 1992 das Buch „Faces“, mit Porträts prominenter Persönlichkeiten und Stars. Helnwein versteht hier Fotografie als eigenständiges künstlerisches Medium. Seine „Faces“ unterstreichen mit dem expressiven Pathos einer dramatischen Schwarz- Weiß-Fotografie das öffentliche Image einer Persönlichkeit.

Helmut Newton, 1920–2004, nutzte die Aufträge der Mode- und Werbebranche, um eigene, ja allgemein männliche Fantasien fotografisch in Szene zu setzen und Tabugrenzen neu zu definieren. Die zwischen 1980 und 1993 entstandene Serie „Big Nudes” wurde durch die lebensgroßen Fahndungsfotos der Baader-Meinhof-Gruppe angeregt. Newtons daraufhin entstandene Frauenakte nannte der Modefotograf daher zunächst „Die Terroristinnen”.

Elke Krystufek, geboren 1970, thematisiert in verschiedenen Medien die gesellschaftlichen Normen von weiblicher Identität und deren Selbstwahrnehmung. Ihre Arbeiten sind an der Schnittstelle zwischen Kunst und Leben, Privatsphäre und Öffentlichkeit angesiedelt und kreisen immer wieder um die von ihr geschaffene, inszenierte Kunstfigur „Elke Krystufek“. Dabei verschränkt sie eigene Textfragmente mit ihrem Bild.

John Coplans 1920-2003, dokumentiert mit seinen schwarz-weiß-Fotografien das Älterwerden seines Körpers. Der Künstler zerlegt seinen Körper fotografisch in Einzelteile, wobei er seinen Kopf ausblendet. Dadurch wird das Individuelle zum Allgemeinen überhöht. Der nackte Körper vereint Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er ist für den Künstler ohne Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht, ohne geografische Herkunft, ohne Sprachbarrieren.

Chuck Close geboren 1940, ist ein Grenzgänger zwischen Pop Art und Minimal Art. Der Fotorealismus seiner monumentalen Werke wird von Innen her durch das minimalistische Prinzip einer strengen Systematisierung und planmäßigen Vorherbestimmung der Ausführung gesprengt. Auch der strenge Rhythmus des Leporellos entspricht einem seriellen Konzept, das durch den Wechsel von Foto und Textbild vorgegeben ist.

Die Belgierin Marie-Jo Lafontaine , geboren 1950, gehört zu den profiliertesten Künstlerinnen der Gegenwart. In ihren neueren Arbeiten befasst sie sich häufig mit den Themen persönlicher und gesellschaftlicher Identität, mit Jugend und Jugendkultur. Die Blicke der Jugendlichen drücken Fragen, Skepsis, Ablehnung, Überlegenheit und Selbstbewusstsein aus. Marie-Jo Lafontaine präsentiert die Porträts als ein Bild der Jugend unserer Zeit.

Pressekonferenz 18. Juni 2009, 10.00 Uhr
Dauer 18. Juni bis 27. September 2009
Ausstellungsort Basteihalle
Objekte ca. 80 Werke
Kurator Klaus Albrecht Schröder, Antonia Hoerschelmann
Kontakt Albertinaplatz 1, 1010 Wien
T +43 (0)1 534 83-0
info@albertina.at, www.albertina.at
Öffnungszeiten Täglich 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr
Führungen Samstag, Sonntag und an Feiertagen um 15.30 Uhr, Mittwoch um 18.30 Uhr, jeweils 1 Stunde
T +43 (0)1 534 83-540, besucher@albertina.at

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