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wechselausstellungen.de | 6. Oktober 2009

Hans-Hendrik Grimmling. Malerei

3. September 2009 - 30. Oktober 2009
Weise Galerie und Kunsthandel / Chemnitz

Hans-Hendrik Grimmling, 1947 in Zwenkau bei Leipzig geboren, studierte seit 1969 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, ein Jahr später wechselte er an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Dort war er Schüler bei Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer. Nach dem Diplom 1974 war Grimmling drei Jahre lang Meisterschüler bei Gerhard Kettner an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Grimmlings Werke zählten in der DDR häufig zu den Tabubrechern, da sie thematisierten, was im real existierenden Sozialismus nicht erörtert werden durfte. Der Maler war 1984 Mitinitiator des legendären 1. Leipziger Herbstsalons, einer halblegalen Ausstellung im Messehaus am Markt, der von den DDR-Behörden als “konterrevolutionär” eingestuft wird. Die Ausstellung gilt als Meilenstein unangepasster DDR-Kunstgeschichte. Grimmling reiste 1986 im Zusammenhang mit den Repressionen um den „Herbstsalon“ nach West-Berlin aus, wo er seitdem lebt. Seit 2001 lehrt er als Dozent an der Berliner Technischen Kunsthochschule, seit 2006 als Professor. Von formstarker Rhythmik geprägt gehört sein Werk zu den großen Positionen der europäischen Avantgarde. Zeigten seine frühen, in Leipzig entstandenen Bilder Gestürzte, Eingesperrte, Gequälte, Menschen mit schwarzen Flügeln und Vögel, so sind es heute meist freiere Bildelemente und noch immer verknotete Formen, Körperteile vom Menschen, die sich verhängnisvoll verfangen in Kreuz und Segel.

Grimmling hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Der Künstler übergab am 16. September 2009 sein Archiv zur öffentlichen Nutzund an die Akademie der Künste in Berlin.

Seine Biographie Die Umerziehung der Vögel, benannt nach einem der wichtigsten Triptychen seines Frühwerks, ist im März 2008 im Mitteldeutschen Verlag Halle erschienen.

Weise Galerie und Kunsthandel / Innere Klosterstr. 1 / 09111 Chemnitz
Di. - Fr. 10-19 Uhr, Sa. 11 - 16 Uhr.
T.: 0371 694444 / www.galerie-weise.de / www.german-artists.de

Von der Galerie sind die Kunstsammlungen, die Neue Sächsische Galerie und das Museum Gunzenhauser in wenigen Minuten zu erreichen.



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