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wechselausstellungen.de | 9. Mai 2009

Konzeptuelle Kunst auf Papier

26. April - 23. August 2009
Museum Abteiberg / Mönchengladbach

Ein Beitrag zum Jahr der Graphik in NRW 2009
Werke aus dem Bestand und aus der Sammlung Etzold im Museum Abteiberg

Die Ausstellung „Konzeptuelle Kunst auf Papier“ ist ein Beitrag des Museums Abteiberg zu dem „Jahr der Graphik 2009“, an dem sich in Nordhein-Westfalen 55 Kunstmuseen beteiligen. Ziel dieses aufwändigen Kooperationsprojektes ist es, dem zumeist etwas verborgenen künstlerischen Reichtum der exzellenten Graphischen Sammlungen des Landes die verdiente Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zukommen zu lassen.
Es sind in erster Linie konservatorische Gründe, weshalb die lichtempfindlichen Kunstwerke auf Papier in den Schausammlungen der Museen im Allgemeinen zumeist nur sehr zurückhaltend gezeigt werden können. In dieser groß angelegten Aktion soll nun ein Jahr lang in zahlreichen Veranstaltungen das Augenmerk verstärkt auf die so oft unterschätzte und dabei so unglaublich vielfältige Kunstgattung der Werke auf Papier gerichtet werden.
Gefördert wird das Projekt unter anderem von den Landschaftsverbänden Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) sowie insbesondere durch die Regionale Kulturförderung des Landes NRW.
Die Graphischen Sammlungen stellen sich nicht allein an ihren angestammten Orten vor, sie werden zudem mit ausgewählten Werken in den benachbarten Niederlanden, in der Kunsthalle Rotterdam (13.6. – 13.9.2009), eine gemeinsame Ausstellung bestreiten.

Unter den Graphischen Sammlungen der Region ist die des Museums Abteiberg ein charmanter Außenseiter: sie ist klein und überschaubar und macht gar nicht erst den Versuch, kunsthistorische Strömungen systematisch zu dokumentieren. Aber sie legt eindrucksvoll Zeugnis ab von den künstlerischen Positionen, die das Museum Abteiberg seit den 1960er Jahren selektiv vertritt. Die traditionelle Tendenz des Museums zu minimalistischen und konzeptuellen Kunstrichtungen prägt die Graphische Sammlung, die ein lebendiger Fundus künstlerischer Ideen ist.
Auch die intensive Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlern schlägt sich dabei deutlich nieder in der Zusammensetzung der Graphischen Sammlung, die eine beträchtliche Zahl von skizzierten Entwürfen, Vorzeichnungen und Konzepten birgt – realisierten und nicht realisierten, realisierbaren und nicht realisierbaren, die das Thema der konzeptuellen Kunst auf Papier um interessante Fragestellungen nach den Zusammenhängen von Konzept und Ausführung eines Kunstwerks bereichern, wobei auch die Rollenverteilung zwischen Urheber und Betrachter immer wieder neu definiert werden.
Selten gezeigte Werke aus dem Bestand des Museums Abteiberg und aus der Sammlung Etzold von Carl Andre, Hanne Darboven, Stanley Brouwn, Hamish Fulton, Peter Hutchinson, Sol LeWitt, Dennis Oppenheim, Lawrence Weiner und vielen anderen sind in dieser Ausstellung zu sehen.
Aus Anlass des „Jahrs der Graphik“ ist ein umfangreicher Graphikführer mit über 300 Seiten erschienen, der sowohl einführende Texte zur Bedeutung von Kunstwerken auf Papier und Graphischen Sammlungen allgemein als auch konkrete sachliche Informationen zu den Graphischen Sammlungen aller in NRW beteiligten 55 Museen enthält (19,90 EUR).
Kostenlose Broschüren informieren zudem über das vielfältige Programm der Ausstellungen und Veranstaltungen zum „Jahr der Graphik“.

Museum Abteiberg

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