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wechselausstellungen.de | 10. März 2010

Markus Lüpertz - Metamorphosen der Weltgeschichte

11. März - 6. Juni 2010
Albertina | Wien

Markus Lüpertz zählt seit Langem zu den international bedeutendsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Die Präsentation in der Albertina fokussiert zentrale Themen seines Gesamtwerks und ermöglicht mit einem retrospektiven Blick eine spannende Annäherung an den Schaffensprozess des 1941 geborenen Malers, Grafikers und Bildhauers: ,,Deutsche Motive“, Akte und die Auseinandersetzung mit Sujets der klassischen Kunst- und Kulturgeschichte werden in einer repräsentativen Auswahl von ca. 100 Arbeiten sowie 7 Bozzetti zur Skulptur „Daphne“ (2002–2005) gezeigt. Den Kern der Ausstellung bilden rund 15 – bislang selten präsentierte – monumentale Werke auf Karton, wie sie seit den 1960er-Jahren entstehen und Schlüsselpositionen im Œuvre von Markus Lüpertz einnehmen. Die Zusammenstellung spannt den Bogen bis hin zu aktuellen Werkgruppen und berücksichtigt besonders das medienübergreifende Gestaltungsprinzip des Künstlers.

Die künstlerische Annäherung an das jeweilige Werk ist für Markus Lüpertz ein permanenter Prozess. Seine Bildgegenstände und -themen beeindrucken durch ihre plastische Kraft und verwandeln sich zu Symbolen archaischer Monumentalität. Lüpertz dringt darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. Das kann wie bei den frühen „dithyrambischen Bildern“ oder den „Deutschen Motiven“ über Alltagsgegenstände entwickelt werden, kann über die Auseinandersetzung mit Bildwelten von Künstlern der Kunstgeschichte wie Courbet oder Poussin geschehen, kann Geschichten und Gestalten der Antike wie Daphne und die drei Grazien oder traditionelle Sujets der Kunst wie Landschaft und Akte oder die Frage Standbein-Spielbein betreffen. Das Zwiegespräch beginnt zeichnend und skizzierend. Dabei umkreist und umgarnt Lüpertz das jeweilige Motiv oder Thema. Akribisch werden die Formen des Gegenstandes, dessen Schattenhöhlen und Lichtberge ausgelotet, gebündelt und verdichtet, bis sie sich im Werk entpuppen können. Die Variationen und Wiederholungen fügen sich zu Serien, die als filmähnliches Defilee das Prozesshafte von Lüpertz’ Schaffen dokumentieren.

Markus Lüpertz wurde 1941 in Liberec (ehemals Reichenberg/Böhmen) geboren. Bereits als Kind mit den Eltern nach Deutschland ausgewandert, beginnt er zunächst in Krefeld und Düsseldorf sein Kunststudium. Es folgt seine Tätigkeit als freischaffender Künstler, Lehrer und ab 1988 für zwanzig Jahre als Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie. Sein künstlerisches Werk ist ein zentraler Beitrag innerhalb der europäischen Nachkriegskunst.

Eröffnung 10. März 2010, 18.30 Uhr
Dauer 11. März - 6. Juni 2010
Ausstellungsort Pfeilerhalle
Kuratorin Dr. Antonia Hoerschelmann
Katalog Markus Lüpertz - Metamorphosen der Weltgeschichte / Metamorphoses of World History.
Herausgegeben von Klaus Albrecht Schröder. Mit einem Text von Rainer Metzger.
Der Katalog, deutsch/englisch in einer Ausgabe, ist im Fachhandeln und im Shop der Albertina sowie unter www.albertina.at erhältlich
Kontakt Albertinaplatz 1, 1010 Wien
T +43 (01) 534 83 - 0
info@albertina.at
www.albertina.at
Öffnungszeiten Täglich 10-18 Uhr, Mittwoch 10-21 Uhr
Führungen Samstag, Sonntag und Feiertag 15.30 Uhr, Mittwoch 18.30, Dauer 60 Minuten, T+43 (01) 534 83 - 540, besucher@albertina.at

Medienmitteilung
Albertina



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3 Kommentare »

  1. Ich finde es genial, dass man die Werke eines derart kontroversen und außergewöhnlichen Künstlers in der Albertina ausstellt. Weiß jemand, ob es einen Audioguide zur Ausstellung gibt? Hab die Erfahrung gemacht, dass man die Werke und den Hintergrund dazu erst so richtig mitkriegt, wenn man die paar Euro investiert. Lüpertz selbst war ja in Wien, um seine Ausstellung anzukündigen. War jemand beim Gespräch in der Albertina vielleicht dabei, oder gibts eine Aufzeichnung darüber?
    Danke!

  2. Jo, das ganze Gespräch ist hier:

    http://vimeo.com/channels/albertina

    habś mir auch angeguckt, ist sehr interessant, obwohl Lüppi natrürlich nur für sich reden kann.

    viele Grüße: K.

  3. @Klaus: Hab erst jetzt gesehen, dass du mir geantwortet hast - vielen Dank dafür und vor allem für den Link! Warst du selbst beim Gespräch dabei? LG

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