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wechselausstellungen.de | 12. November 2008

Von Dürer bis Tizian – von Rubens bis Velázquez: Die Künstler der Kaiser in Baden-Baden

20. Februar 2009 - 14. Juni 2009
Museum Frieder Burda / Baden-Baden

Meisterwerke aus den habsburgischen Sammlungen in Wien erstmals in Deutschland

Baden-Baden/Wien. Erstmals seit der Eröffnung im Jahr 2004 zeigt das Museum Frieder Burda in Baden-Baden ab Februar 2009 alte Meister im lichtdurchfluteten, vom New Yorker Architekten Richard Meier geplante Museumsgebäude. Unter dem Titel „Die Künstler der Kaiser“ präsentiert das Museum Frieder Burda Meisterwerke aus den kaiserlichen habsburgischen Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien. Ein solcher Querschnitt, der die Habsburger Sammlerdynastie von Kaiser Maximilian I. bis Maria Theresia beleuchtet, war in Deutschland noch nie zu sehen.

Die Schau wurde vom renommierten Kunstexperten Götz Adriani in Zusammenarbeit mit den Kuratoren des Kunsthistorischen Museums eigens für das Museum Frieder Burda konzipiert. Vom 20. Februar 2009 bis zum 14. Juni 2009 werden rund 70 Gemälde, sechs großflächige Wandteppiche und rund 50 Objekte aus der Kunstkammer der Habsburger präsentiert. Unter den mehr als 40 ausgestellten Künstlern sind neben Dürer, Tizian, Rubens und Velázquez auch Veronese, Tintoretto, Adrian de Vries, Jan Brueghel, Van Dyck und Canaletto ausgestellt. Die wertvollen monumentale Wandteppiche, die Kaiser Karl VI. zu Ehren seines Ahnen Karl V. im frühen 18. Jahrhundert in Brüssel hat weben lassen, wurden noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt.

Frieder Burda: „Auf die Verbindung der alten Meister mit der modernen lichtdurchfluteten Architektur Richard Meiers freue ich mich außerordentlich. Mich reizt dieser Gegensatz. Ich habe selbst keine alte Kunst in meiner Sammlung, bin aber schon immer fasziniert von den frühen Malern und lasse keine Gelegenheit aus, mir weltweit in Museen die Bilder dieser Künstler anzusehen. Oftmals sind diese Künstler auch Maßstab, Vorbild und Inspiration für die heutigen zeitgenössischen Maler. Entscheidend ist die Qualität, da spielt alte oder neue Malerei letztlich keine Rolle.“

Die Baden-Badener Ausstellung zeigt eine Auswahl der prachtvollen habsburgischen Kunstschätze aus dem Vierteljahrtausend von etwa 1500 bis etwa 1750. Der Kurator der Ausstellung, Götz Adriani: „Die Dynastie der Habsburger trug wesentlich dazu bei, ein europäisch-abendländisches Bewusstsein vom Mittelalter bis in die Neuzeit zu tradieren. Die Größten der Kunstgeschichte von Dürer über Tizian bis zu Rubens und Velázquez standen in Diensten der Habsburger. Als Auftraggeber, Förderer und Sammler nutzten sie ihre Vorliebe für die Künste zur Selbstdarstellung, zur Mehrung ihres Ansehens und auch zur Glorifizierung des Herrscherhauses.“

Ausgehend von ihren Stammlanden am Ober- und Hochrhein waren 23 Mitglieder des Hauses Habsburg in über sechs Jahrhunderten Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, beziehungsweise Österreich-Ungarns. Die Ausstellung hat damit auch eine europäische Perspektive.

Das Kunsthistorische Museum in Wien zählt wegen des unermesslichen Reichtums seiner Schätze zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. Wien wird in einem Atemzug mit dem Prado in Madrid, dem Louvre in Paris, den Uffizien in Florenz, der Heremitage in St.Petersburg, dem Metropolitan Museum in New York genannt. Im Jahre 1891 fand die feierliche Eröffnung des Kunsthistorischen Museums in Wien statt. Damals waren erstmals die meisten der kaiserlichen Sammlungen unter einem Dach vereint. Das monumentale Gebäude selbst entstand als Denkmal habsburgischen Mäzenatentums. Die Architekten Gottfried Semper (1803 - 1879) und Karl von Hasenauer (1833 - 1894) wählten dafür Formen der italienischen Renaissance, um im Sinne des Historismus den Bezug zu einer für die Kunst und Wissenschaften besonders bedeutsamen Epoche herzustellen.

Mit der Ausstellung „Die Künstler der Kaiser“ sind die Meisterwerke der europäischen Vergangenheit, die bis in die Gegenwart Maßstäbe setzen, nun erstmals in Deutschland im Museum Frieder Burda zu sehen.

Es erscheint ein umfangreicher Katalog (ca. 350 Seiten, ca. 150 Farbtafeln)

Museum Frieder Burda

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