Wechselausstellungen.de

Kunstausstellungen und Pressenews aus Kunstmuseen, Kunsthallen und Galerien
Anzeige
Anzeige
wechselausstellungen.de | 23. Mai 2009

Weltberühmte Bilder des Blauen Reiter zu Gast im Museum Frieder Burda

27. Juni - verlängert bis 08. November 2009
Museum Frieder Burda / Baden-Baden

Rund 100 Hauptwerke aus München bei großer Sommerausstellung in Baden-Baden

Der Blaue Reiter kommt nach Baden-Baden. Das Museum Frieder Burda präsentiert in seiner großen Sommerausstellung rund 100 herausragende Werke aus der berühmten Sammlung des Lenbachhauses in München. Vom 27. Juni bis zum 11. Oktober 2009 sind unter anderem Bilder wie Franz Marcs „Blaues Pferd I“ von 1911, Alexej von Jawlenskys „Meditation“ von 1918, Gabriele Münters „Jawlensky und Werefkin“ von 1909 oder August Mackes „Promenade“ von 1913 zu sehen.

Langjährige Kontakte zwischen Baden-Baden und München
Möglich geworden ist diese Ausstellung durch einen langjährigen engen Kontakt zwischen dem Baden-Badener Kunstsammler Frieder Burda und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. Frieder Burda hatte über viele Jahre eine Reihe seiner wichtigsten Gemälde – unter anderem von Gerhard Richter – an das Lenbachhaus ausgeliehen. Da das Lenbachhaus nun drei Jahre wegen Umbaus geschlossen wird, schickt Lenbachhaus-Direktor Helmut Friedel die weltberühmten Bilder nach Baden- Baden. Der Kurator der Ausstellung, Helmut Friedel: „In dem in die Natur eingebetteten und sich wiederholt öffnenden Bau des Museums Frieder Burda finden die Werke des Blauen Reiter ein Ambiente, das den zumeist vor der Natur gemalten Werken wunderbar entgegen kommt.“

Wichtigste Sammlung Blauer Reiter
Frieder Burda: „Das Lenbachhaus in München besitzt die weltweit umfangreichste und qualitätvollste Sammlung der Kunst des Blauen Reiter. Für Baden-Baden wird es großartig, diese Schätze in der Architektur von Richard Meier zu zeigen.“ Der Blaue Reiter ist 1911 mit einer spektakulären Ausstellung in der Münchner Galerie Thannhauser aus der Neuen Künstlervereinigung München hervorgegangen. Der Blaue Reiter war neben der Dresdner Brücke die bedeutendste Künstlermanifestation des 20. Jahrhunderts in Deutschland.

Zu den wichtigsten Vertretern dieser Gruppierung zählen neben Wassily Kandinsky und Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter, sowie Alexej von Jawlensky und Paul Klee. Das künstlerische Gerüst dieser Vereinigung wurde im Jahr 1911 in dem von Kandisky und Marc herausgegebenen Almanach „Der Blaue Reiter“ beschrieben: „Ohne eine stilistische Festlegung werden die unterschiedlichen Formen der Kreativität aufgenommen, von den jüngsten Werken der internationalen Avantgarde bis zu Beispielen der Kunst der Ethnien, der Volkskunst, den Zeichnungen der Kinder, den Werken von Amateuren usw. Auch die neue Musik spielt dabei eine zentrale Rolle.“

Kandinsky umreißt das Spektrum künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten von der „großen Realisitik“ bis zur „großen Abstraktion“. Dementsprechend finden sich in den Werken des Blauen Reiter recht unterschiedliche formale Ausdrucksmöglichkeiten. Kandinsky selbst hat in seiner Münchner Zeit bis 1914 den Weg in die Abstraktion beschritten. In keiner Sammlung lässt sich dieser Weg von den Studien der Natur bis hin zum gegenständlichen Bereich besser nachvollziehen als in der des Lenbachhauses. Als Gegenpol wirkt dazu Franz Marc, dessen Bilder eine Versöhnung mit der Natur in der Kreatur suchen. Helmut Friedel: „Marcs Tierbilder emanzipieren sich um 1910 zu Farbereignissen, die den Gegenstand der Darstellung übersteigen. Jeder der anderen Künstler Gabriele Münter, August Macke, Alexej von Jawlensky und Paul Klee findet seinen eigenen Ausdruck in der Malerei. Insgesamt überwiegen bei diesen Künstlern Darstellungen von Landschaften in ihrer expressionistischen Ausdrucksweise.“

Es erscheint ein Katalog, herausgegeben von Helmut Friedel. Texte von Annegret Hoberg und Matthias Mühling, Vorworte von Frieder Burda und Helmut Friedel, rund 280 Seiten mit Abbildungen.

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b, 76530 Baden-Baden, www.museum-frieder-burda.de
Tel: 07221/39898-0, Fax: 07221/39898-30
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen

Das Lenbachhaus in München
Das Lenbachhaus wird nach Plänen der Architekten Foster + Partners saniert und erweitert und deshalb ab März 2009 für drei Jahre geschlossen sein. Die Wiedereröffnung ist für 2012 geplant.

Das Lenbachhaus wurde nach Plänen des Architekten Gabriel von Seidl als toskanische Villa im Renaissance-Stil für den Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach erbaut. Durch eine äußerst bedeutende Schenkung Gabriele Münters 1957 und eine Stiftung aus dem Nachlass Bernhard Koehlers 1965 erhielt die Galerie ihre einzigartige Sammlung des Blauen Reiter, mit Werken von Paul Klee, Franz Marc, August Macke, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. Vertreten sind auch Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts der Münchner Schule, des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit.

Seit den siebziger Jahren präsentiert das Museum wesentliche Tendenzen und Künstler des internationalen zeitgenössischen Kunstgeschehens und sammelt aktuelle Kunst. Mit dem Erwerb von Joseph Beuys’ „zeige deine Wunde“ (1974—75) im Jahr 1980 begann eine neue Sammlungstätigkeit. Sie konzentriert sich auf Werke und Werkgruppen, welche die moderne Kunstentwicklung repräsentieren. Vertreten sind unter anderem Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Andy Warhol, Dan Flavin, Richard Serra, Ellsworth Kelly, Jenny Holzer, James Turrell, Jeff Wall, Katharina Sieverding, Christian Boltanski, Michelangelo Pistoletto, Franz Gertsch und Arnulf Rainer.

Anzeige

Die Nutzung der Kommentierungsfunktion ist als Gast ohne Registrierung möglich. Nach Eingabe eines Nutzernamens und einer E-Mail-Adresse können Sie einen Kommentar hinterlassen.
Alternativ können Sie sich bei Disqus registrieren oder sich über Ihre Facebook-, Twitter-, Google-, Yahoo- oder OpenID-Accounts anmelden.
blog comments powered by Disqus